Ford erinnert mit 850-PS-Mustang
In Memory of Caroll Shelby

18. August 2012 | kommentieren

Mit einem über 625 kW / 850 PS starken Mustang erinnert Ford an den am 10. Mai 2012 verstorbenen Carroll Shelby. Das Unikat wurde gestern beim „Rolex Monterey Motorsports Reunion“ auf der kalifornischen Rennstrecke Laguna Seca enthüllten. Die diesjährige Ausgabe des renommierten Motorsport-Festivals steht ganz im Zeichen von Carroll Shelby und des 50-jährigen Jubliäums seines 1962 vorgestellten Rennwagens Shelby Cobra. Der Ford Shelby Mustang GT 500 Cobra entsprang einer Kooperation zwischen der Ford Motor Company, Shelby American und Ford Racing.

Auf Basis des serienmäßigen Shelby Mustang GT 500 des Modelljahrs 2013 mit 5,8 Liter großem und 487 kW / 662 PS starkem V8-Motor entwickelten die „Friends of Carroll Shelby“ das spektakuläre Einzelstück. Unter der deutlich verbreiterten Karosserie sorgt nun ein 4,0-Liter-V8 mit Kompressoraufladung und mehr als 625 kW / 850 PS für Vortrieb. Übertragen wird die Kraft an die Hinterachse mit mächtigen Niederquerschnittsreifen im Format 345/30 ZR 20 für die Extraportion Grip.

Bei zahlreichen zentralen Details des Sondermodells arbeitete Ford eng mit den Experten von Shelby American zusammen. Die versierten Fahrzeugveredler steuerten unter anderem die markant gestaltete Motorhaube, den Wide-Body-Kit für das Fahrzeugheck, eine der Leistungssteigerung angepasste Bremsanlage sowie die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen für Vorder- und Hinterachse bei. Als Lackierung für den Shelby Mustang GT 500 Cobra wählten die „Friends of Carroll Shelby“ das bekannte „Guardsman“-Metallicblau inklusive weißer Doppelstreifen – die traditionelle Lackierung der legendären Shelby Cobra aus den 1960er Jahren. Das Fahrzeug wird auf einer Tour durch die gesamte USA gezeigt und auch noch für eine Spendenaktion eingesetzt.

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang inspirierte Carroll Shelby die Designer und Ingenieure von Ford. So arbeitete beispielsweise Edsel Ford II., Großenkel des Firmengründers Henry Ford, als Teenager für Shelby. Zu seinen Aufgaben zählte dabei unter anderem das Reinigen von Getriebekomponenten.

Bis zu seinem Tod hatte sich der „Petrol-Head“ der Entwicklung herausragender Hochleistungs-Sportwagen verschrieben. Selbst mit 88 Jahren absolvierte Shelby Ende 2011 auf der Rennstrecke von Sebring in Florida sowie in einem Entwicklungszentrum in Arizona jeweils über fünfstündige Testfahrten. Dabei trieb er seine letzte Kreation bis ans Limit: den Shelby GT 500, den bislang schnellsten Serien-Mustang überhaupt.

Während und nach den Testfahrten nahm sich Caroll Shelby stets die Zeit, sich stundenlang mit den Ingenieuren auszutauschen. Die Ingenieure aus der Produktentwicklung von Ford werden zudem auf eine weitere Art täglich an Carroll Shelby erinnert werden. Ford benannte nun zum Andenken an den legendären Tuner eine der zentralen Straßen auf dem Gelände des Entwicklungszentrums in Dearborn (Michigan) in „Carroll Shelby Way“ um. Passenderweise führt sie direkt zur Einfahrt der Teststrecke.

Unter dem Markennamen Cobra entwickelten Ford und Shelby in den vergangenen sechs Jahrzehnten zahlreiche Hochleistungs-Fahrzeuge. Mit seinen leistungsgesteigerten und für den Renneinsatz optimierten Versionen der AC Cobra sowie den GT40- und Mustang-Modellen von Ford hatte Shelby ab den frühen 1960er Jahren maßgeblichen Anteil am ausgezeichneten Ruf der Marke in puncto High-Performance-Automobile. (ampnet/jri)

//Artikel bewerten
//Links zu Ford
//Artikel empfehlen

//Schreibe deine Meinung!



* (Pflichtfeld)