Probefahrt Ford B-Max
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25. August 2012 | kommentieren
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Zwei Hände reichen, will man die Autos der vergangenen Jahre aufzählen, die ein ganz besonderes Türkonzept hatten. Ab November gesellt sich der Ford B-Max zum Preis ab 15 950 Euro dazu. Er spielt in der Liga der MAVs (Multi Activity Vehicles) mit – wir würden diese Fahrzeugklasse „Kleinst-Vans“ nennen – und hat auf jeder Fahrzeugseite jeweils eine normale vordere Tür sowie eine hintere Schiebetür. Gibt`s doch alles schon … richtig, jedoch entfällt beim B-Max die B-Säule und ermöglicht so einen sehr luftigen Einstieg.

„Wir sind bereits einen Schritt weiter“, erklärt Wolfgang Booms, Ford-Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei der Präsentation des neuen Kölner Familienmitglieds. Man merkt: alle sind hier sehr stolz auf das Geleistete und zeigen ihr Endprodukt selbstsicher. Können sie auch, denn der B-Max steht strahlend da.

Aufbauend auf der aktuellen Plattform des Ford Fiesta, begründet der B-Max die eingangs genannte MAV-Klasse. Er ist 12 Zentimeter länger als der Fiesta und gleichzeitig 32 Zentimeter kürzer als sein nächst größerer Bruder, der C-Max. Damit übertrifft er ganz knapp die Außenlänge von vier Metern und ist der ideale Begleiter für Stadt und Land. Einparkschwierigkeiten: Fehlanzeige! Der B-Max ist übersichtlich gestaltet und nicht zuletzt dank seiner Van-Bauweise mit dem etwas höheren Sitzgefühl auch mit einem besseren Aus- und Überblick versehen. Hinzu kommt ein bequemer, leicht erhöhter Einstieg, der durch die fehlende B-Säule auf beiden Fahrzeugseiten eine ungeahnte Dimension erreicht. Ford nennt es das „Panorama-Schiebetür“-Konzept, wir sagen einfach nur: genial. Durch die Kombination aus Vordertüren, die wie gehabt schwingend aufgehängt sind, und hinteren Schiebetüren entsteht auf beiden Fahrzeugseiten eine jeweils komplett barrierefreie seitliche Karosserie-Öffnung von 1,5 Metern Breite – gut doppelt so viel wie bei vergleichbaren Wettbewerbern mit traditionellen Türkonzepten. Dies erleichtert den Ein- und Ausstieg ebenso wie das Anschnallen von Kindern auf den Rücksitzen oder das Beladen des Fahrzeugs mit sperrigen Gütern.

Klappt man die mit einer Hand bedienbare und asymmetrisch im Verhältnis 60:40 teilbare Rückbank um, ergibt sich mit der umlegbaren Lehne des Beifahrersitzes eine durchgehend ebene Staufläche von 2,35 Metern Länge. Der Fiesta hat es vorgemacht und gilt als kleines Raumwunder. Der B-Max zieht mindestens gleich und bietet eine vernünftige Möglichkeit für fünf Personen, um von A nach B zu kommen. Im Gepäckabteil ist dann immer noch ausreichend Platz.

Der B-Max schließt zu seinen Brüdern C-Max und Grand C-Max sowie S-Max und Galaxy auf – auch, was die Motoren anbelangt. Ist der Fiesta seit vier Jahren der meist verkauftte Kleinwagen in Europa, soll jeder vierte in Europa verkaufte B-Max in den deutschen Markt gehen. Genaue Verkaufszahlen werden nicht prognostiziert, doch man zeigt sich auch hier siegessicher. Geschuldet ist diese Tatsache aber nicht nur dem genialen Türkonzept, sondern auch den zum Einsatz kommenden Motoren. So kommt der Kompaktvan als zweite Baureihe nach dem Ford Focus in den Genuss des innovativen Ecoboost-Benzindirekteinspritzers mit einem Liter Hubraum und drei Zylindern. Er steht in den Leistungsstufen 74 kW / 100 PS und 88 kW / 120 PS mit serienmäßigem Start-Stopp-System zur Wahl. Die Verbrauchs- und Emissions-Werte der 120-PS-Version überraschen: 4,9 Liter/100 km entsprechen 114 Gramm CO2 pro Kilometer – damit zählt der neue B-MAX ganz klar zu den ökologisch und ökonomisch vorteilhaftesten Angeboten seines Segments.

Abgerundet wird die Benziner-Palette des innovativen MAV vom 66 kW / 90 PS starken 1,4-Liter-Duratec-Vierzylinder und dem 1,6-Liter-Duratec-Motor mit 77 kW / 105 PS, der auch mit dem hocheffizienten, sechsgängigen Ford-PowerShift-Automatikgetriebe mit Doppelkupplungstechnologie erhältlich ist.

Auf der Dieselseite kann der Ford B-Max mit zwei Duratorq TDCi-Aggregaten überzeugen, die ebenfalls zu den kraftstoffeffizientesten ihrer Klasse zählen. So begnügt sich das 70 kW / 95 PS starke 1,6-Liter-Derivat mit lediglich 4,0 Litern/100 km, dies ist gleichbedeutend mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von nur 104 g/km. Ganz neu in der europäischen Modellpalette von Ford vertreten ist der 1,5 Liter große Duratorq TDCi mit 55 kW / 75 PS und einem Normdurchschnittsverbrauch von 4,1 Litern auf 100 Kilometer bei CO2-Emissionen von 109 g/km.

Ford B-Max mit zahlreichen neuen Extras

Neu ist auch: Alle Versionen des Ford B-Max kommen in den Genuss der Econetic Technology-Lösungen von Ford. Hierzu zählen etwa die elektrische Servolenkung EPAS („Electric Power Assisted Steering“), die weniger Energie zehrt als eine vergleichbare Hydraulik, die ebenfalls verbrauchssenkende Schaltempfehlungsanzeige oder das Informationssystem Ford Eco-Mode. Es gibt dem Fahrer hilfreiche Tipps für eine abgasarme Fahrweise und belohnt erzielte Fortschritte durch Grafiksymbole im zentralen Display. Bei den 1,0-Liter-EcoBoost- und 1,5 beziehungsweise 1,6 Liter großen Duratorq TDCi-Motoren kommt zusätzlich das Energie-Rückgewinnungs-System der Lichtmaschine SRC („Smart Regenerative Charging“) hinzu. Es lädt die Batterie bevorzugt dann auf, wenn die hierfür notwendige Energie praktisch kostenfrei erzeugt wird – beispielsweise während Brems- und Rollphasen.

Der B-Max wird in den Ausstattungsvarianten Ambiente, Trend, Titanium und Individual zur Verfügung stehen. Die 15 950 Euro Einstiegspreis gelten für den Ford B-Max Ambiente mit dem 66 kW / 90 PS starken 1,4-Liter-Duratec-Benziner. (ampnet/ba)

Technische Daten: Ford B-Max 1,0 l Ecoboost Trend

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,08 x 1,75 x 1,60
Motor, Hubraum: Dreizylinder-Reihenmotor, 998 ccm
Leistung: 88 kW / 120 PS bei 6000 U/min
Maximales Drehmoment: 170 Nm bei 1400 – 4000 U/min
Durchschnittsverbrauch: 4,9 Liter
CO2-Ausstoß: 114 g/km
Beschleunigung auf 100 km/h: 11,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 189 km/h
Max: Anhängelast: 750 kg
Leergewicht / Zuladung: 1279 kg / 481 kg
Laderaum: 304 – 1386 Liter
Basispreis: 18 350 Euro

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