Tipps
Fahren im Herbst

9. Oktober 2012 | kommentieren

Schlechte Sicht durch Nebel, Nieselregen und Rutschpartien auf nassem Laub – im Herbst lauern vielfältige Gefahren auf Autofahrer. Nicht nur der Fahrstil, auch die Ausrüstung sollte herbstfit gemacht werden.

Die Faustregel bei Nebel ist einfach: Fuß weg vom Gaspedal! Was viele Autofahrer dabei oft vergessen, ist der Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Dieser muss deutlich vergrößert werden. Liegt die Sichtweite bei 100 Metern, darf nie schneller als 80 km/h gefahren werden. Bei 50 Metern sind es maximal 50 km/h. Als Orientierungshilfen dienen die Leitpfosten: Sie stehen stets in einem Abstand von 50 Metern gesetzt.

Wer schon bei den ersten Nebelfeldern sowie bei Dämmerung das Abblendlicht einschaltet, sieht besser – und wird zugleich besser gesehen. Zur Prüfung der Leuchtkraft und der Scheinwerfereinstellungen ist ein Licht-Test empfehlenswert.

Nebelschlussleuchte nicht immer zulässig

Bei Sichtbehinderungen durch Nebel, starken Regen oder Schneefall können zusätzlich die Nebelscheinwerfer aktiviert werden. Die grellrote Nebelschlussleuchte ist jedoch nur bei Sichtverhältnissen unter 50 Metern zulässig! Die Höchstgeschwindigkeit darf dann auch maximal 50 km/h betragen.

Für optimale Durchsicht bei Schmuddelwetter sorgen einwandfrei funktionierende Scheibenwischer. Sollten diese Risse haben oder Schlieren ziehen, ist ein Austausch angebracht. Der Herbstbeginn ist auch die richtige Zeit, die Windschutzscheibe von innen zu reinigen. Damit können störende Lichtreflexionen vermieden werden.

Der Umstieg auf Winterreifen sollte ebenfalls schon im Oktober erfolgen. Schon bei Temperaturen unter sieben Grad haben sie eine bessere Haftung als Sommerreifen. Bei Glatteis oder Schnee auf der Fahrbahn sind Winter- oder Ganzjahresreifen ohnehin Pflicht in Deutschland. (Mit Material von ampnet/nic)

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