Winterreifen
Tiefes Profil macht fit für Eis und Schnee

12. November 2012 | kommentieren

Die Zeit wird knapp. Wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert nicht nur seine Gesundheit, sondern auch saftige Strafen. Entscheidend für die Wahl des Winterreifens bleibt dabei die Tiefe des Profils.

Seit zwei Jahren gilt in Deutschland die Winterreifenpflicht. Autofahrer, die bei Schnee oder Eis mit Sommerreifen unterwegs sind, müssen mit Bußgeldern und teilweise sogar mit Punkten in Flensburg rechnen. Dass bei entsprechenden Straßenverhältnissen die Nutzung von Winterreifen vorgeschrieben ist, hat
einen simplen Grund: Winterreifen versprechen bei niedrigem Temperaturen sowie vereister oder
verschneiter Fahrbahn die bessere Bodenhaftung – und damit mehr Sicherheit.

Die erhöhte Sicherheit ist schlichtweg auf die Eigenschaften der Reifen zurückzuführen. Im
Wesentlichen gibt es zwei Dinge, durch die sich Winter- von Sommerreifen unterscheiden. Da wäre zunächst die Gummimischung der Reifen. Bei Reifen, die für den winterlichen Einsatz entwickelt wurden, ist die Mischung weicher. Die Reifen kommen wesentlich früher auf Betriebstemperatur und versprechen dadurch eine deutlich bessere Bodenhaftung. Beim zweiten Faktor handelt es sich um das Reifenprofil. Das Profil der Reifen ist so optimiert, dass es bei Schnee und Eis eine bessere Haftung verspricht.

Natürlich könnten Sommerreifen mit einem ähnlichen Profil ausgestattet sein. Allerdings
erzeugen dieser Profile einen höheren Widerstand und erhöhen automatisch den Kraftstoffverbrauch.
Bei winterlichen Straßenverhältnissen gerät der Kraftstoffverbrauch jedoch in den Hintergrund.
Letztlich ist es wichtig, dass eine bestmögliche Bodenhaftung geboten wird.

Allerdings versprechen Winterreifen auf vereisten oder verschneiten Straßen nicht automatisch die
bessere Bodenhaftung. Ein Vorteil ist nur dann gegeben, wenn auch eine ausreichende
Profiltiefe vorhanden ist. Diesbezüglich macht der Gesetzgeber übrigens keinen Unterschied:
Sowohl für Winter- als auch für Sommerreifen gilt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern.

Gerade bei Winterreifen sind 1,6 Millimeter jedoch sehr wenig. Die Reifenexperten vom ADAC
raten bei der Winterbereifung zu einer Profiltiefe von mindestens vier Millimetern. Eine solche
Profiltiefe verspricht eine deutlich bessere Bodenhaftung. Zwar müssen die Reifen dann früher
ersetzt werden, doch im Hinblick auf die gebotene Sicherheit ist dies ohnehin von Vorteil: Je älter
die Reifen sind, desto weniger verliert die Gummimischung ihre Griffigkeit.

Reifen mit entsprechender Profiltiefe werden als M & S Reifen bezeichnet, die Abkürzung M & S steht
für „Matsch und Schnee“ und belegt die Tauglichkeit für entsprechende Straßenverhältnisse. In
Anbetracht der Qualitätsunterschiede ist es jedoch empfehlenswert, nicht die erstbesten M & S
Reifen zu kaufen, sondern eine gezielte Auswahl zu treffen. Hilfsreiche Ratschläge zum Thema M & S Reifen sind beispielweise auch bei Autoscout24 zu lesen.

Autobesitzer, die neue Reifen für den Winter kaufen möchten, sollten Testergebnisse genau studieren oder
sich im Fachhandel beraten lassen. Hilfsreiche Ratschläge zum Thema M & S Reifen sind beispielweise auch bei Autoscout24 zu lesen.

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