Ratgeber
Sicher durch den Nebel

21. November 2012 | kommentieren

Das Wetter und der dichte Nebel haben in den letzten Tagen zu mehreren schweren Unfällen geführt. Häufigste Ursache war falsches Verhalten der Autofahrer.

Bei Herbstnebel gilt die Faustregel: Geschwindigkeit reduzieren, Licht einschalten und genügend Abstand zum Vordermann halten. Das Fahren mit Tagfahrlicht reicht nicht aus. Auf keinen Fall sollte man bei Nebel das Fernlicht einschalten. Die feinen Wassertröpfchen reflektieren das Licht der aufgeblendeten Scheinwerfer stärker, die Sicht wird dadurch schlechter.

Auch bei den Nebelschlussleuchten kommt es immer wieder zu irrtümlicher Vwerwendung: Tatsächlich dürfen diese erst eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt. Das entspricht dem Abstand zwischen zwei Seitenpfosten auf der Autobahn. Was auch gerne vergessen wird: Wer das Nebelschlusslicht eingeschaltet hat, der darf nicht schneller 50 km/h fahren.

Langsam und vorausschauend fahren

Grundsätzlich gilt im Herbst, langsam und vorausschauend zu fahren. Auch wer es nicht für unbedingt erforderlich hält, sollte frühzeitig das Abblendlicht einschalten. Bei schlechter Sicht empfiehlt es sich grundsätzlich, auch tagsüber das Licht einzuschalten. Dabei gilt die Regel: Licht an immer dann, wenn es die Sichtverhältnisse erfordern. Wer dies nicht befolgt, trägt im Falle eines Unfalls eine Mitschuld und die Kfz-Haftpflichtversicherung des Gegners übernimmt bei einem Unfall wegen mangelnder Beleuchtung nur einen Teil der Kosten. Um wirklich gut gesehen zu werden und zu sehen, müssen die Scheinwerfergläser zudem sauber sein. Regelmäßige und gründliche Reinigung ist daher zu empfehlen.

Besonders gefährlich sind in den frühen Morgenstunden Brücken und schattige Fahrbahnabschnitte. Hier besteht durch den Nachtfrost Rutschgefahr. Daher sollten Fahrzeugführer auf diesen Strecken besonders vorsichtig unterwegs sein und schnelle Lenkmanöver oder ruckartiges Bremsen vermeiden.

Auch Kinder sind in den nebeligen Frühstunden am Schulweg besonders gefährdet. Hier sollten die Eltern auf helle Kleidung mit vielen Reflektorflächen achten. Gefährlich sind die Dämmerstunden auch für Senioren, die sich viel zu oft dunkel kleiden. (Mit Material von ampnet/jri)

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