Pressepräsentation Mazda 6
Sinnliche und kraftvolle Mittelklasselimousine

21. Januar 2013 | kommentieren
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Die deutsche Vorliebe für den Kombi geht so weit, dass manche ein voluminöses Heck mit Klappe bei dem ein oder anderen Modell schöner finden als die dazugehörige Limousine mit klassischem Kofferabteil. Kein Wunder, wenn Mazda auch für sein neues Mittelklassemodell Mazda 6 damit rechnet, in Deutschland drei Viertel davon als Kombi absetzen zu können.

Doch hegt der japanische Hersteller den stillen Wunsch, gerade mit der Limousine des Mazda 6 neue Kunden gewinnen zu können. Denn diese Variante überzeugt mit recht kurzen Überhängen vorn und hinten, einem langen Radstand, sowie flach gezeichneter Motorhaube und Windschutzscheibe. Auch das abfallende Dach, das wie bei einem Coupé in ein kurzes Heck mündet, und eine Fenstergrafik mit kleinen, hinten in eine betonte Spitze zulaufenden Seitenfenstern geben dem Mazda 6 eine sportliche Linienführung.

Ziemlich sportlich: die Linienführung des neuen Mazda 6

Stimmige Formensprache

Die ambitionierten Proportionen sind aber noch nicht alles. Mazda ist beim 6er besonders im Bereich der Vorderräder, aber auch am Heck eine natürlich sanfte und sinnliche Form gelungen. Zusammen mit dem charakteristischen Gesicht vor der markanten, spitz zulaufenden Motorhaube wirkt der Mazda 6 sexy und kraftvoll. Natürlich haben die Japaner für ihr Design wieder einen Namen. Sie nennen es „Kodo“ – die Seele der Bewegung.

Innen nahmen die Designer diesen Geist der sanft-eleganten Rundungen wieder auf. Der Schwung der Armaturentafel reicht von Tür zu Tür. Unter ihrem weiten Bogen findet der Touchscreen fürs Infotainment seinen Platz. Eine farbige Leiste unterstreicht die Hauptarmaturen und betont die Breite. Die drei Rundinstrumente im Blickfeld des Fahrers präsentieren sich im klassischen Chronometer-Design. Das Lederlenkrad mit Funktionstasten ist dick und griffig, die Mittelkonsole im Stile eines Sportwagens breit und hoch. Chrom und Klavierlack veredeln das Ambiente, in dem der Dreh-Drück-Schalter mit umgebenden Funktionstasten an das MMI von Audi erinnert und wie ein Kompliment an die Ingolstädter wirkt.

Die aufgeräumten Instrumente wirken wertig.

Großzügiger Innenraum

Die deutlich ausgeformten Sitze sind groß genug, bequem und geben guten Seitenhalt. Alles lässt sich einstellen, sodass niemand Probleme haben dürfte, den Mazda passend in den Griff zu nehmen. Je nach Ausstattungsvariante (Prime-Line, Center-Line und Sports-Line) findet man sich in einem eher eleganten oder deutlich sportlicheren Ambiente wieder. Der große Radstand und die insgesamt mit 4,87 Metern für diese Klasse lange Karosserie der Limousine lassen nicht nur den Passagieren hinten ausreichend Raum. Auch der Kofferraum fällt mit 489 Litern groß aus.

Wir fuhren im Regen von Lissabon den Sports-Line und konzentrierten uns dabei auf den größeren der beiden Diesel, den 2.2 l Skyactiv-D mit 129 kW / 175 PS und dem Sechs-Gang-Handschalter (Skyactiv-MT) und der Sechs-Gang-Wandlerautomatik (Skyactive-Drive).

Die schwächere Variante des 2,2-Liter-Diesels leistet 110 kW / 150 PS. Außerdem wird noch ein Zwei-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen (107 kW / 145 PS und 121 / 165 PS) und nur für die Sportsactive-Liner ein 2,5-Liter-Benziner mit 141 kW / 192 PS angeboten. Alle Motoren tragen den Beinamen Skyactiv, mit dem Mazda alle Technologien belegt, die fortschrittlich, ökonomisch und nachhaltig sind. Zu diesen Technologien zählt auch i-Ellop, ein Bremsenergie-Rückgewinnungssystem, das mit einem Kondensator arbeitet. Der nimmt Ladung erheblich schneller als eine Batterie auf und kann sie anschließend sofort für den Betrieb der Nebenaggregate wieder abgeben.

Die Dieselmotoren zeichnen sich durch eine besonders niedrige Verdichtung aus. Mit 14,0 : 1 sind sie die am wenigsten verdichteten Diesel im Pkw-Bereich. Das reicht für den typisch niedrigen Dieselverbrauch, behindert aber die Entstehung von Stickoxiden, weswegen der Mazda-Diesel Euro6 bereits heute und ohne Abgasnachbehandlung erreicht.

Es muss nicht immer der Kombi sein - kann aber.

Dynamisch: Handschaltung und Automatik

Die Sechs-Gang-Handschaltung hat uns mit ihrer Leichtgängigkeit überzeugt, die Sechs-Gang-Automatik mit ihren sanften und recht schnellen Schaltvorgängen, wobei die ersten Gänge kürzer, der vierte Gang direkt und die Gänge fünf und sechs länger ausgelegt sind, was im unteren Bereich die Agilität und weiter oben den Verbrauch verbessert. Der Durchschnitt (nach EU-Norm) liegt bei der Automatik mit 4,8 Litern auf 100 km um 0,3 Liter höher als bei der Handschaltung.

Objektiv größer ist der Unterschied bei der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h. Die schafft der Handschalter in 7,8 Sekunden, die Automatik braucht 8,4 Sekunden – ein Unterschied, den man am Lenkrad ebenso wenig vermisst, wie den zwischen 223 km/h und 216 km/h bei der Höchstgeschwindigkeit. Für beide Varianten gilt – wie übrigens auch für den Kombi: Sie lassen sich sportlich flott bewegen, fallen weder durch ein zu hartes, noch durch ein zu weiches Fahrwerk auf, haben gegen Kurven nichts einzuwenden, bewegen sich insgesamt geschmeidig, womit wir wieder bei der Form und beim Gesicht wären, das – nach der Testfahrt mehr als vorher – an das einer schnellen Raubkatze erinnert, obwohl die Japaner es als das „Flügelmotiv“ beschreiben. (ampnet/Sm)

Technische Daten: Mazda 6, 2.2 l Skyactiv-D129 kW Drive

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,87 x 1,84 x 1,45
Motor: 4-Zylinder-Diesel, 2191 ccm, Common Rail, zweistufiger Turbo, Verdichtung 14,0:1
Leistung: 129 kW / 175 PS bei 4500 U/min
Maximales Drehmoment: 420 Nm bei 2000 U/min
Verbrauch (Schnitt nach EU-Norm): 4,8 Liter/100 km
Kohlendioxidemission: 127 g/km (Euro 6)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 216 km/h (elektronisch abgeregelt)
Leergewicht / Zuladung (maximal): 1495 kg / 650 kg
Maximale Anhängelast (12 %): 1600 kg
Räder / Reifen: 7,5 x 19 / 225/45 R19 92W
Wendekreis: 12 m
Kofferraumvolumen: 489 l, erweiterbar bis 1961 l
Basispreis: 35 090 Euro

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