Neue Höchstleistungen
Fahrzeug – Tuning

25. Januar 2013 | kommentieren

Das Tuning von Fahrzeugen erfreut sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Darauf spezialisierte Unternehmen, monatlich erscheinende Zeitschriften und regelmäßig veranstaltete Fanclubtreffen haben eine regelrechte Szene entstehen lassen, bei der es um den individuellen Umbau von Automobilen geht und in der allein in Deutschland Zehntausende PS-Fans aktiv sind.

Vom Hobbykeller in die Spezialwerkstatt

Beim Tuning handelt es sich um ein vielfältiges Hobby, bei dem es einerseits um die ästhetische, andererseits um die leistungsbezogene Aufwertung von Fahrzeugen geht. Das Phänomen begann bereits in den 50ern mit Mofas, die über nur wenige Bauteile verfügten und daher auch für Laien leicht zu tunen waren, und fand Einzug in nahezu alle Typen von Kraftfahrzeugen. Für Hobbybastler stellt es ein regelrechtes Ritual dar, sich in die Werkstatt zurückzuziehen und Hand an das geliebte Gefährt anzulegen.

Aufgrund komplizierterer Technik und weil die Konsequenzen von baulichen Veränderungen von Freizeitmechanikern kaum abgeschätzt werden konnten, ist das private Tuning verboten und wird stattdessen in die Hände darauf spezialisierter Werkstätten gelegt. Damit das Fahrzeug am öffentlichen Verkehr teilnehmen kann, ist am Schluss jedoch immer noch die Abnahme durch einen amtlichen Sachverständigen nötig.

Die vielen Gesichter des Tunings

Hinsichtlich der baulichen Veränderungen können innere und äußere Maßnahmen des Tunings unterschieden werden. Geht es um Modifikationen innerhalb der Karosserie, betrifft der Eingriff zumeist die Anpassung von Motor oder Fahrwerk. Das Aufbohren der Zylinder oder der Einbau von Kompressoren soll dazu dienen, dem Auto mehr Leistung abzuringen, sodass es zum Beispiel schneller fährt oder besser beschleunigt.

Geht es um Adaptionen des Fahrwerks, so ist hier die Tieferlegung eine beliebte Maßnahme. Das Verändern der Karosseriehöhe um einige Zentimeter wirkt sich merklich auf die Fahreigenschaften aus und wird optisch gemeinhin als ansprechender und schnittiger empfunden. Individuelle Modifikationen erfordern auch spezielle Bauteile, die nicht serienmäßig hergestellt werden. Ein Anbieter für Sonderfertigungen und Spezialzubehör ist zum Beispiel die Alstertaler Schrauben & Präzisionsteile GmbH.

Äußeres Tuning betrifft konkrete bauliche Veränderungen an der Außenseite der Karosserie. Vor allem Spoiler auf der Motorhaube, dem Dach oder am Heck sind hierbei beliebte Installationen. Sie verändern die Aerodynamik des Autos und verbessern beispielsweise die Bodenhaftung. Zudem verleihen sie dem Fahrzeug die Gestalt eines sportlichen Rennautos. Auch besonders auffällige Felgen und verchromte Abgasanlagen sind gefragte Tuning-Komponenten, sie dienen allerdings ausschließlich optischen Zwecken.

Zwiespältige Angelegenheit: Chiptuning

Schließlich gibt es noch das sogenannte Chiptuning. Bei vielen Autos befindet sich ein Speicherchip am Motor, auf dem sämtliche Parameter der Motorenleistung hinterlegt sind. Bei manchen Herstellern lässt sich dieser Chip derart manipulieren, dass die jeweiligen Werte überschrieben und damit die Werkseinstellungen verändert werden können. Gemeinhin wird angenommen, dass sich Chiptuning negativ auf die Lebenserwartung eines Motors auswirkt, schließlich gelten die vom Hersteller vorgenommenen und in langwierigen Verfahren getesteten Einstellungen als optimal. Das Tuning mittels Computerchip hat vor allem einen ökologischen Hintergrund, da sich dadurch zum Beispiel etwa Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß positiv beeinflussen lassen. Auch ein Chiptuning erfordert im Übrigen stets eine Abnahme durch einen fachkundigen Experten.

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