Hände ans Lenkrad
Sicher Telefonieren im Auto

25. Januar 2013 | kommentieren

Täglich sieht man Autofahrer, die eine Hand am Lenkrad und die andere am Ohr haben. Obwohl das Telefonieren mit dem Mobiltelefon in der Hand untersagt ist und ein empfindliches Bußgeld droht, gibt es immer noch viele Unbelehrbare, die sich und andere Verkehrsteilnehmer auf diese Weise gefährden. Wie man es richtig macht, sei hier einmal genauer erläutert.

Nur telefonieren, wenn es wirklich sein muss

Wer aus beruflichen Gründen viel mit dem Auto unterwegs ist oder sich in einer Notsituation befindet, der ist häufig gezwungen, auch vom Fahrzeug aus zu telefonieren und ständig erreichbar zu sein. Wird zum Handy gegriffen, bedeutet dies allerdings eine enorme Ablenkung vom Straßenverkehr. Selbst wenn man auf der Autobahn unterwegs ist und theoretisch eine Hand am Lenkrad genügt, darf die andere auf keinen Fall durch das Telefon blockiert sein. Andernfalls ist man nicht in der Lage, schnell auf unvorhergesehene Ereignisse angemessen zu reagieren. Das Telefonieren über eine Freisprecheinrichtung schafft hier eine gute Abhilfe, sollte aber trotzdem nicht zur Regel werden. Selbst bei stetem Blick auf die Fahrbahn ist man während des Sprechens und Zuhörens gedanklich abgelenkt, sodass im Ernstfall das Reaktionsvermögen beeinträchtigt ist.

So geht das freihändige Telefonieren

Tatsächlich gibt es verschiedene Möglichkeiten zu telefonieren, ohne dafür die Hände benutzen zu müssen. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile und eignen sich jeweils für verschiedene Nutzertypen.

Bei so ziemlich allen Handys, die neu verkauft werden und besonders günstig zum Beispiel hier erhältlich sind, ist ein Headset im Lieferumfang mit enthalten. Dieses besteht aus Kopfhörern und einem kleinen Mikrofon, das über ein Kabel mit dem Handy verbunden ist. An dem Kabel befindet sich mindestens ein Knopf, der zum Abheben und Auflegen benutzt werden kann. Alternativ kann man sich ein Bluetooth-Headset zulegen. Dieses funktioniert ganz ähnlich, ist aber drahtlos. Das Mikro und der Knopf zur Gesprächsannahme befinden sich direkt am Ohrhörer, der mittels eines Bügels am Ohr befestigt wird. Das aktive Bluetooth-Signal beansprucht allerdings sowohl Handyakku als auch Batterien des Headsets.

Unabhängig vom Handy gibt es auch separate Freisprecheinrichtungen zu kaufen. Sie bestehen im Wesentlichen aus einer Docking-Station, die an der Sonnenblende oder den Belüftungsschlitzen fixiert werden kann. Das Handy wird angeschlossen oder per Bluetooth verbunden. Sämtliche Befehle, die ausschließlich mit dem Telefonieren zu tun haben, können hierüber dann erfolgen, teilweise sogar per Sprachsteuerung. Über einen Lautsprecher und ein integriertes Mikrofon lassen sich nun komfortabel Gespräche führen. Derartige Freisprechanlagen kosten je nach Hersteller und Zusatzfunktionen zwischen 50 und 200 Euro.

Für Vieltelefonierer eignen sich Freisprecheinrichtungen, die fest in den Neuwagen integriert sind oder auch nachträglich eingebaut werden können. Sie befinden sich in der Armlehne oder sind Bestandteil der Mittelkonsole und fügen sich nahtlos in das Innendesign ein. Ihr größter Vorteil besteht in der hohen Qualität der Sprachwiedergabe, die über die gleichen Lautsprecher erfolgt, aus der sonst das Autoradio tönt. Auch die Bedienung geht hier reibungsloser und in manchen Fällen sogar über Knöpfe auf dem Lenkrad vonstatten. Mehr Komfort beim Telefonieren im Auto geht nicht. Aufgrund des Festeinbaus stehen derartige Anlagen mit dem höchsten Preis zu Buche, bieten letztendlich aber auch die beste Qualität.

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