Genf 2013: Land Rover
Elektro-Defender: ausdauernd

4. März 2013 | kommentieren

Ein Land Rover Defender 110 dient als Technologieträger für den Elektroantrieb für Geländefahrzeuge. Sieben Stück haben die Briten davon zurzeit in der Erprobung. Vier davon dürfen am Rande des Automobilsalons in Genf (Publikumstage: 7. – 17.3.2013) zeigen, was sie können, und das ist praktisch und theoretisch recht beeindruckend für ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug.

Unter der Karosserie des Klassikers blieb nur noch der Allradantrieb erhalten. Sonst flogen der Verbrennungsmotor, das Getriebe, die Batterie und der Tank raus. Unter der eckigen Motorhaube steckt nun eine luftgekühlte Lithiumionen-Batterie mit 27 kWh, die einen 70 kW-Motor (95 PS) versorgt, der ohne Magnete, Bürsten und seltene Erden auskommt und beim Bremsen auch als Generator arbeitet. Die Kraft des Motors wird über eine Untersetzung an den Allradantrieb weitergereicht. Das ganze Elektropaket ist übrigens unempfindlich gegen Wasser. Wattiefen von 80 Zentimeter sind möglich, auch mehr, sagt Entwickler Antony Harper, wenn die Fenster dichthalten.

Mit den sieben Prototypen wollen Harper und seine Kollegen ausloten, wie Geländetauglichkeit und Elektroantrieb zusammenpassen. Offenbar sind sie mit dem Ergebnis zufrieden, denn sie sagen, der Elektro-Defender könne sich acht Stunden im Gelände bewegen. Diese Zeitspanne schafft er unter anderem auch, weil der Generator beim Bergabfahren sehr stark rekuperiert. Bis zu 80 Prozent der kinetischen Energie kann er wieder als Strom in die Batterie zurückspeichern.

Und der praktische Nutzen? Noch keiner. Es gibt keinen Plan für einen Elektro-Land-Rover, obwohl die Briten sich durchaus Anwendungen vorstellen können, die sich aber alle in einem professionellen Umfeld abspielen, zum Beispiel als Fahrzeug für den Transport von Touristen durch Tierparks.

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