Weltpremiere Mercedes S-Klasse
Status denken

15. Mai 2013 | kommentieren
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Wenn Mercedes eine neue S-Klasse vorstellt, geht es immer auch um den Titel des „Besten Autos der Welt“. Und ganz unbescheiden nimmt man bei Daimler in Anspruch, genau dieses einmal mehr kreiert zu haben. Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht in der neuen Limousine den durchaus umstrittenen Leitspruch, „Das Beste oder Nichts“ erfüllt.

Die Kunden erwarten, dass die neue S-Klasse in jeder Hinsicht Maßstäbe setzt, und sich so den Beinamen ‚Das beste Automobil der Welt‘ erarbeitet.
(Dieter Zetsche, Daimler-Chef)

Dass sich das neue Flaggschiff der Marke den Titel erarbeiten muss, wirft nebenbei ein kleines Schlaglicht auf die gewachsene Konkurrenz, der sich Mercedes heute gegenüber sieht. Besonders in den neuen und wachstumsträchtigen Märkten Asiens liegen die Schwaben nicht aus Tradition vor ihren Wettbewerbern. Da gilt es, einen souveränen Auftritt mit zukunftsweisender Technik zu verbinden. Entsprechend darf die neue S-Klasse, die im Juli zu Preisen ab 79.790 Euro zu den Händlern nach Deutschland kommt, gleich mit mehreren Superlativen glänzen.

Premiere in Hamburg

Sparsam wie nie zuvor

Zum einen ist sie so sparsam wie nie zuvor. 4,4 Liter Diesel genehmigt sich etwa der S 300 als Bluetec Hybrid. Das entspricht 115 Gramm CO2 und unterbietet alle relevanten aktuellen Flottenanforderungen. „Innerhalb von zehn Jahren hat Mercedes den Verbrauch in der 150-kW-Leistungsklasse nahezu halbiert“, freut sich Technik-Vorstand Thomas Weber. Mit Hilfe des zusätzlichen 20 kW/27 PS-starken E-Motors des Hybridsystems verdient sich der Vierzylinder-Diesel mit 150 kW/204 PS, der ohne Hybridanbindung bereits im Vorgänger seinen Dienst verrichtete, die Effizienzeinstufung A+. Er kommt allerdings etwas später. Der zweite Diesel, das eigentliche Einstiegsmodell S 350, erhält für seinen Durchschnittsverbrauch von 5,5 Liter bei 190 kW/258 PS aus drei Litern Hubraum, verteilt auf sechs Zylinder, ein A.

© Daimler
Wenn Mercedes eine neue S-Klasse vorstellt, geht es immer auch um den Titel des besten Autos der Welt

Den beiden Selbstzündern stellt Mercedes zum Produktionsstart zwei Benziner zur Seite. Der S 500 bedient die Klientel der traditionsbewussten Achtzylinderkunden und dürfte dank 335 kW/455 PS in Verbindung mit mächtigen 700 Newtonmetern Drehmoment im Normalfall kein Gefühl von Leistungsmangel aufkommen lassen. Sein Normverbrauch von 8,6 Litern (CO2:199 g/km) ist aller Ehren wert, in einer Limousine, die zwar aus Schwaben kommt, aber eigentlich mehr auf höchsten Prestige und hohe Leistung denn auf Sparsamkeit ausgelegt ist. Dafür ist letztlich auf Benziner-Seite der S 400 Hybrid zuständig. Der 225 kW/306 PS-starke Sechszylinder begnügt sich mit 6,3 Litern Super, was 147 Gramm CO2 entspricht.

Wie viel der nächste S 600 verbrauchen wird, verrät Mercedes noch nicht. Klar ist aber, dass auch von der neuen S-Klasse einen Zwölfzylinder das obere Ende des Leistungsangebotes markieren wird.

Maximaler Komfort fängt hinten an

Beim sparsamen Umgang mit Treibstoff hilft die Aerodynamik. Trotz mächtigem Kühlergrill kommt die S-Klasse auf einen cW-Wert von 0,24, der Dieselhybrid sogar auf 0,23. Nebenbei spart Daimler Energie, indem alle Lampen im Auto mit LED-Technik leuchten. Insgesamt knapp 500 LEDs ersetzen jegliche sonst verwendete Glühlampe im Fahrzeug, allein 300 sorgen im Interieur für das passende Ambiente.

© Daimler
Auf Wunsch gibt es Liegesitze für den Fond

Maximaler Komfort fängt in der S-Klasse hinten an. Speziell in China nutzen die Kunden ihre Limousine doch am liebsten mit Chauffeur. Auch deshalb hat Mercedes diese S-Klasse zuerst als 5,25-Meter-Langversion entwickelt und dann erst die kürzere Variante abgeleitet. Fünf verschiedene Sitze stehen für den Fond zur Wahl. Für die passende Entspannung sorgt bei Bedarf eine Massage nach dem „Hot-Stone-Prinzip“. Vorne blicken Fahrer und Beifahrer auf ein riesiges Display, das aus zwei nebeneinander angeordneten TFT-Bildschirmen mit einer Diagonale von je 31 Zentimetern besteht. Dort werden die klassischen Fahrinstrumente ebenso abgebildet wie Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien.

Trendsetter in Sachen Sicherheit

Traditionell tritt eine neue S-Klasse auch als Trendsetter in Sachen Sicherheit auf. In der neuen Generation debütierten sogenannte Beltbags, kleine Airbags in den Gurten für die Passagiere hinten. Zudem bremst das Fahrzeug automatisch auch für Fußgänger und kann Kollisionen bis Tempo 50 vermeiden. Eine Armada elektronischer Schutzengel arbeitet zusammen, um Gefahren von allen Seiten rechtzeitig zu erkennen, gegebenenfalls abzuwehren und das Fahrzeug in der Spur zu halten. Der Abstandstempomat hält nicht nur die Entfernung zum Vordermann sondern lenkt auch weitgehend selbstständig zum Beispiel im Stop-and-Go-Verkehr.

© Daimler
Beim sparsamen Umgang mit Treibstoff hilft die Aerodynamik

Wirken die Assistenten im Verborgenen, ist die Arbeit von Gorden Wagener augenfällig. Der Chefdesigner des Hauses hat der neuen S-Klasse eine Hülle verpasst, die Dynamik und Status ausstrahlt. Die Linienführung erinnert ein wenig an CLS und CLA, wirkt aber durch die schiere Größe des Fahrzeugs im besten Sinne traditioneller. Dabei spielt der mächtige Grill mit dem stehenden Stern darüber eine wesentliche Rolle. „Das Design schlägt den Bogen zwischen der modernen progressiven Formensprache und der klassischen Eleganz unserer Fahrzeuge aus den 1930er Jahren“, findet Wagener. Für die Kunden in den neuen Wachstumsmärkten dürfte diese Interpretation kein Kaufgrund sein. Die Form hingegen schon, drückt sie doch Prestige und Status deutlich prägnanter aus, als das bisherige Modell.

Den Fortschritt lässt sich Mercedes traditionell gut bezahlen. Gegenüber dem Vorgänger ist die neue S-Klasse nominell etwas teurer. Der S 350 kostet exakt 79.789 Euro, im alten Modell gab es ihn für 76.517 Euro. Der S 400 Hybrid verlässt gegen Zahlung von mindestens 85.204 Euro den Hof des Händlers, für den S 500 werden 104.601 Euro fällig. Die Langversionen sind je nach Motorisierung zwischen 3.000 und 6.000 Euro teurer.

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