VW Golf und VW Golf Variant:
Im Vergleich

1. Juli 2013 | kommentieren
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Mit dem neuen Variant, der ab Mitte August bei den Händlern steht, haben die Golf-Anhänger noch mehr die Qual der Wahl, für welche Variante des Bestsellers sie sich entscheiden sollen. Denn die Kombi-Version ist kein bloßes Anhängsel des Schrägheck-Modells mit angesetztem „Rucksack“, sondern weist ein eigenständiges Profil auf.

Perfektion im Detail

Wer sich sicher ist, dass das Auto stets nur mit maximal zwei Personen besetzt ist und weder längere Urlaubsreisen noch ständig größere Einkäufe bei einem Baumarkt anfallen, dürfte sich die Mehrkosten sparen. Doch schon bei einer vierköpfigen Familie könnte der Variant eine Überlegung wert sein, zumal der Kombi sich weitaus stärker als das Schrägheck-Modell von seinem Vorgänger unterscheidet.

Er ist mit 4,56 Metern nicht nur um 30 Zentimeter länger als der Basis-Golf, sondern auch gegenüber dem Vorgänger länger, breiter und niedriger geworden und wirkt schon aufgrund dieser „schärferen“ Proportionen sportlicher und markanter. In dieses Bild passt das neue Design. Perfektion im Detail spiegeln dabei markante Elemente wie die D-Säulen wider. Den Designern ist es hier gelungen, die wie die Sehne eines Bogens mit eingesetztem Pfeil gespannte Form der für den Golf so typischen C-Säulen auf die D-Säulen des Variant zu übertragen. Bis zum Abschluss der vorderen Türen folgt der Variant zwar der präzisen Linienführung des Golf Schrägheckmodells. Ab den B-Säulen entwickelt sich dann allerdings der eigenständigste und auch optisch dynamischste Golf Variant seit Bestehen der Baureihe.

Heckklappen- und Stoßfängermitte: klare Differenzierung

Möglich wurde dies dadurch, dass der Variant von Beginn an ein planmäßiges Mitglied der Baureihe war und nicht vom Viertürer abgeleitet, sondern parallel entwickelt wurde. Deshalb zeigt er auch in der Silhouette eine besonders souveräne Linienführung. Darüber hinaus wird die sogenannte Charakterlinie im Gegensatz zum klassischen Golf hinter den Fondradhäusern wieder aufgenommen und komplett über das Fahrzeugheck geführt. Dieses Design verleiht dem hinteren Karosseriebereich eine sehr muskulöse Optik. Die präzise geführte Fensterbrüstung, die lange Seitenfensterfläche und das nach hinten hin leicht abfallende Dach inclusive Dachkantenspoiler unterstreichen diese Dynamik. In der Folge wirkt die Silhouette des neuen Golf Variant gestreckter, exclusiver, kraftvoller und sportlicher.

Die neuen, zweiteiligen Rückleuchten des Golf Variant unterstreichen die Familienzugehörigkeit zur Baureihe und Marke. Die in die Heckklappe integrierte Hälfte der Rückleuchten ist allerdings größer als bei der Schrägheckversion und bildet im unteren Bereich länger eine parallele Linie zur Grafik der Heckklappe. Eine klare Differenzierung zwischen dem Golf Variant und dem „klassischen“ Golf ergibt sich zudem über die Gestaltung der Heckklappen- und Stoßfängermitte: Während sich das Kennzeichen des Schrägheckmodells im Stoßfänger befindet, haben es die Designer im Fall des Golf Variant analog zum Vorgänger des Kombis erneut in die Heckklappe integriert.

Eine gute Wahl!

Neben der stilistischen Seite kennzeichnet die Heckpartie erwartungsgemäß eine sehr handfeste Ebene. Beispiel Ladekante: Sie ist lediglich 630 mm hoch und erleichtert damit das Be- und Entladen. Beispiel Heckklappenöffnung: Sie ist – senkrecht gemessen – 675 mm hoch, im direkten Abstand zwischen Unter- und Oberkante – also diagonal gemessen – ergeben sich sogar 762 mm. Gleich groß wie beim Golf ist mit 1,03 Metern lediglich die Breite der Heckklappenöffnung. Große Unterschiede gibt es dagegen wieder beim Stauvolumen Durch die stattliche Vergrößerung um 100 auf jetzt 605 Liter wurde der Abstand zur Schrägheck-Modell (380 Liter) noch größer und wird der Raum bis an die Lehnen der Vordersitze und unter das Dach genutzt, bietet er ein Volumen von 1.620 Litern (plus 125 Liter, während es beim „normalen“ Golf 1.270 Liter sind. Die Laderaumlänge bis zur Rückbank beträgt 1,06 Meter (83,9 Zentimeter); bis zu den Rücklehnen der Vordersitze ergibt sich eine Länge von 1,83 Metern (1,56 Meter). Das sind schon Welten.

Bei der Innenraumgestaltung und der gesamten Technik gibt es keine gravierenden Unterschiede, so dass sowohl die Schrägheck-Limousine als auch der Variant in puncto Fahrverhalten, Agilität und sparsamen Motoren im Prinzip identisch sind. Welches Modell also am besten passt, hängt einfach von den persönlichen Bedürfnissen ab. Eine gute Wahl sind beide.

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