Test: Opel Adam
Anna fährt Adam

28. Juli 2013 | Ein Kommentar
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Gedacht ist er als Herzensbrecher und Lifestyle-Floh für die bunte City: Wer also könnte den Opel Adam besser testen als eine junge Studentin aus einer großen Stadt. Wir haben den Wagen deshalb der 21jährigen Anna gegeben und sie um Ihre Eindrücke gebeten. Ist Adam wirklich Annas Liebling?

Wie geht eigentlich der Kofferraum auf? Diese Frage man sich unweigerlich, wenn man zum ersten Mal vor den Opel Adam tritt – zumindest, sofern man seine Einkäufe und die Handtasche nicht auf den Schoß nehmen möchte.

Kleiner Kofferraum, aber PLatz auf für Mitfahrer

Etwas blöd habe ich deshalb schon ausgesehen, als ich ganz verzweifelt fünf Mal um das Auto gegangen bin, um einen Griff zu suchen und den Schlüssel abgefingert habe, weil ich einen Knopf erhoffte. Doch beides war unauffindbar – es gab nämlich weder das eine noch das andere. Des Rätsels Lösung war das Opel Zeichen auf der Heckklappe, dessen unteren Bereich man eindrücken muss. Der Kofferraum war offen, die erste Hürde also genommen. Kurz darauf steht man vor einem weiteren Problem, einem buchstäblich kleinen: Denn viel Platz ist hinter der schmächtigen Klappe nicht. Wer gerne shoppen geht hat große Mühe, die vielen Tüten unterzukriegen. Und auch für einen Kasten Wasser dürfte es kaum reichen.

© SP-X
Viel Platz für Gepäck ist hinter der Klappe nicht

Was am Kofferraum an Platz gespart wurde, kommt dafür den Mitfahrern auf dem Rücksitz zu gute. Dort kann man nämlich auch Platz nehmen, wenn man größer ist als ein Schlumpf. Nur die weiße Mütze sollte man dann aber vielleicht doch abnehmen, denn mit der Kopffreiheit ist es nicht so weit her im Adam.

Aber jetzt denke ich erst mal an mich – und nehme hinter dem Steuer Platz: Tür zu, Sonnenbrille auf, Motor an. Ein tolles Gefühl. Ich war überrascht, wie leise der neue Opel ist. Man braucht also keinen lauten Auspuff und keinen kernigen Sound, wenn man auffallen möchte. Eine stylische Karosse und ein paar peppige Farben tun es auch.

„Knutschkugel“ mit Extras

 
Der Weg in die Uni mit dem Adam war ein absolutes Highlight. Meine Kommilitonin begrüßte mich mit den Worten „was ist das denn für eine süße Knutschkugel?“ Zu zweit düsten wir dann zu unserer abendlichen Vorlesung. Um die Laune vor der Uni etwas zu steigern, wollte ich eine CD einzuschieben. Doch am CD-Wechsler wurde genauso gespart wie am Kofferraum-Knopf. Das ist aber nicht weiter schlimm, da die Jugend von heute ja eh mindestens ein Smartphone besitzt, das über ein USB-Kabel oder Bluetooth mit dem Adam verbunden werden kann. Dann klappt es auch mit der Musik.
 

© SP-X
Für die Stadt sind die knappen Abmessungen ideal

Auch sonst verfügt die Knutschkugel über viele Extras, die man als Student bestimmt nicht immer gewohnt ist. Man muss sein Fenster nicht per Hand runter kurbeln, sondern lässt sie auf Knopfruck verschwinden. Es gibt eine Klimaautomatik und eine Heizung für Sitze und Lenkrad, einen Tempomat und ein eingebautes Touchdisplay für Audio, Fotos, Apps und die Navigation, die man sich aber aufs Handy laden muss. Das Ganze ist verpackt in schönem schwarzen Leder und vornehmen Kunststoffen. So wird der Adam nicht nur außen, sondern sogar innen zum Hingucker – und wer es noch bunter mag, kann am Dachhimmel die Sterne leuchten oder eine Zielflagge wehen lassen. Und natürlich gibt es auch ein großes Panoramadach.

Sparsam trotz Fahrweise

 
Jetzt aber ab auf die Autobahn. Auch dort wird man mit dem kleinen Opel immer noch von allen Seiten begutachtet, da der Adam noch recht neu ist und jedes Modell anders aussieht. Mein Testwagen glänzte in Dunkellila mit weißem Dach, weißen Rückspiegeln und weißen Felgen. Und der Schriftzug pappt nicht wie sonst auf dem Kofferraumdeckel, sondern glänzt an der C-Säule.
 

© SP-X
Der Kleinstwagen tritt gegen Mini und Fiat 500 an

Viele Autofahrer auf dem Weg nach Frankfurt durften sich dann auch eine Meinung über meine Rückleuchten bilden. Denn mit den 100 PS, die mein Adam hat, kann man durchaus mal ein Überholmanöver wagen und auf der linken Spur fahren. Bei maximal 130 Nm ist die Beschleunigung erstaunlich gut und mit der 5-Gang-Schaltung kann man den Kleinwagen ganz bequem bis zur Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h treten.

Für diese Fahrweise war der Adam überraschend sparsam. Mein kombinierter Durchschnittsverbrauch von Autobahn und Stadt betrug 7,2 Liter. Mit dem 42 Liter großen Tank rollt man also fast 600 km weit. Das ist nicht schlecht, wenn man bedenkt, wie ich gefahren bin. Und wenn man es langsamer angehen lässt, sollen dem Adam 5,1 Liter reichen.

Fahrspaß in der City

 
Aber nicht auf der Autobahn macht der kleine Opel großen Eindruck, sondern auch in der Stadt hat man seinen Spaß: Nach Feierabend einmal quer durch die City ist kein Stress mehr, sondern purer Luxus, weil im City-Modus die Servolenkung auf Knopfdruck viel, viel leichter reagiert. Und wenn man am Ziel ist, kommt man spielend in eine Parklücke – schließlich ist der Adam gerade mal 3,69 m lang und 1,72 m breit,

© SP-X
Vorne sitzt es sich recht luftig

Das interessanteste für Studenten ist aber natürlich der Preis. Und den muss man sich genau anschauen. Wenn man auf Tempo und ein paar Extras wie die Fußmatten und all die anderen Annehmlichkeiten verzichtet, gibt es die Basisversion bereits für 11.500 Euro. Das ist echt in Ordnung. Aber paar PS mehr, die Lenkradheizung hier und automatische Scheibenwischer da. Schon sitzt man im „Glam“ und wird mindestens 16.085 Euro los – dafür gibt es dann auch schon was Größeres und man kommt ins Grübeln. Technische Daten

– Opel Adam:
Zweitüriger Kleinwagen, Länge: 3,70 Meter, Breite: 1,72 Meter, Höhe: 1,48 Meter, Radstand: 2,31Meter, Kofferraumvolumen: 170 – 683 Liter
4.000 U/min, Vmax 185 km/h, null bis 100 km/h in 11,5 Sekunden, Normverbrauch 5,1 Liter/100 km, CO2-Ausstoß 119 g/km, Effizienzklasse C; Preis ab 15.195 Euro.

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  • HoKo schrieb:

    Was soll uns dieser Test sagen? Zumindest bei der Übergabe des Fahrzeug wird auf grundlegende Dinge hingewiesen. D.h. der Käufer bekommt nicht einfach den Zündschlüssel in die Hand gedrückt nach dem Motto hier mach mal. Aber eine Studentin die eigentlich sich mit Fahrzeugen kaum auskennt lässt man mit dem Wagen allein. Was soll uns dieser Test weiter vermitteln? Keine Ahnung…aber die Redaktion hatte da wohl einen Plan ? Oder ehr doch nicht ? Keine Ahnung…

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