Mitsubishi ASX 2.2 DI-D Automatik:
Automatisch nach vorn fahren

26. August 2013 | kommentieren
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Mitsubishi meldet sich zurück. Mit den kompakten SUV der ASX-Baureihe zeigt die einst so erfolgreiche Allradmarke endlich wieder Präsenz im deutschen Straßenbild. Jetzt gibt es den ASX in einer neuen Topmotorisierung mit 2,2-Liter-Diesel und moderner Automatik.

Zurück zu goldenen Zeiten

Früher war Mitsubishi die meistverkaufte Allradmarke in Deutschland. Goldene Zeiten, zu denen die Japaner zurück finden wollen mit neuen SUV-Modellen wie dem Outlander und dem gerade erst gelifteten kompakten ASX. Tatsächlich hat es der 4,30 Meter lange ASX in diesem Jahr immerhin bereits auf Rang sechs der beliebtesten Kompakt-SUV gebracht, nicht zuletzt dank vergleichsweise günstiger Preise ab 18.990 Euro für den Basis-Benziner mit Frontantrieb und 86 kW/117 PS Leistung. Mit einer neuen Spitzenmotorisierung und erstmals verfügbarer Getriebeautomatik will der Offroader ab sofort noch deutlicher Flagge zeigen.

© Mitsubishi
Die Preise für den ASX 2.2 DI-D beginnen bei 28.190 Euro, bei Kauf vor dem 30. September lassen sich 2.000 Euro sparen

Mindestens jeder dritte ASX soll automatisch schalten. Dazu transplantierten die Japaner den 110 kW/150 PS starken 2,2-Liter-Selbstzünder samt Sechsgang-Automaten aus dem größeren Outlander in den handlichen ASX. Die Preise für den ASX 2.2 DI-D beginnen bei 28.190 Euro, bei Kauf vor dem 30. September lassen sich 2.000 Euro sparen. Unabhängig davon ist dieser Mitsubishi der billigste SUV seiner Leistungsklasse.

Galoppiert los!

Mehr Hubraum statt weniger – das findet man nur noch selten. Gibt es den ASX als Schalter doch weiterhin in einer nominell gleich starken 1,8-Liter-Ausführung, die 1.700 Euro billiger ist. Trotz des Kubik-Upsizings konsumiert der neue 2,2-Liter-Selbstzünder nur 5,8 Liter auf 100 Kilometer (entspricht 153 g/km CO2) und damit lediglich 0,2 Liter mehr als der Schalter. Auf unseren Testfahrten waren es dann doch durchschnittlich 6,5 Liter, aber auch das ist ein günstiger Wert. Zumal der große Diesel seinem kleinen Bruder in allen anderen Disziplinen deutlich überlegen ist: Die satten 360 Newtonmeter Drehmoment bereits bei 1.500 Umdrehungen schieben mit spürbarer stärkerer Kraft vorwärts als die 300 Nm im 1,8-Liter-Allradler. Allerdings könnte dies zumindest teilweise auch an der gut abgestimmten und sanft schaltenden Sechsgang-Automatik im 2.2 DI-D liegen. Tatsächlich belegt der ASX mit dieser Antriebskombination im Konkurrenzumfeld fast eine Alleinstellung, sind doch Getriebeautomaten bei kleinen Diesel-SUV selten und wenn vorhanden, meist nicht mit so viel Leistung kombinierbar. Wie kompakt der ASX ist, zeigt sich dann jedoch an der geringen Anhängelast von nur 1.400 Kilogramm, denn der starken Maschine hätte man durchaus größere Trailer zugetraut.    

© Mitsubishi
Die satten 360 Newtonmeter Drehmoment bereits bei 1.500 Umdrehungen schieben mit spürbarer stärkerer Kraft vorwärts als die 300 Nm im 1,8-Liter-Allradler

So lässt der hubraumstarke Vierzylinder seine 150 Pferdestärken schon bei halb durchgetretenem Gaspedal derart heftig los galoppieren, dass man sich in einem nominell weit stärkeren SUV wähnt. Nach 10,8 Sekunden ist die 100-km/h-Marke passiert. Weiter geht es, begleitet von zunehmend lauteren Wind- und Fahrgeräuschen bis bei Tempo 190 Schluss ist mit der Beschleunigung. Der manuelle Schalter kann das alles noch ein wenig flotter, aber weit weniger entspannt als die Automatik, die man nach der ersten Probefahrt im ASX nicht mehr missen möchte.   

Für schnelle Kurvenpassagen

Relativ gut gelungen sind zudem die Gestaltung und Platzierung aller Bedienelemente im Cockpit, das allerdings deutlich weniger hochwertig wirkt als in vergleichbaren Skoda Yeti, Opel Mokka oder auch Kia Sportage. Schade, dass an feinen Plastikmaterialien gespart wird, was besonders in Kombination mit der optionalen Lederpolsterung auffällt. Innovative Assistenzsysteme für automatische Notbremsungen oder Einparkvorgänge sucht man im ASX ebenfalls vergebens, dafür gibt es wenigstens eine optionale Rückfahrkamera und vor allem ein überaus großzügiges Raumangebot für vier bis fünf Passagiere. Schließlich ist der ASX von der letzten Outlander-Generation abgeleitet und verfügt über deren stattlichen Radstand von 2,67 Metern. Für den Familienalltag ausreichend ist das Gepäckraumvolumen von 419 bis 1.219 Litern.   

© Mitsubishi
Freude bereiten auch die Fahreigenschaften des handlichen und übersichtlichen Crossovers

Freude bereiten auch die Fahreigenschaften des handlichen und übersichtlichen Crossovers. Der ASX federt vergleichsweise weich, ist aber dennoch geeignet für schnelle Kurvenpassagen. Bodenwellen filtert er gut und Seitenwind bei Autobahntempo bringt den Japaner nicht aus der Ruhe. Kurz: Der ASX ist ein kleiner SUV mit dem großen Auftrag, Mitsubishi in den Verkaufszahlen weiter voranzubringen.

Mitsubishi ASX 2.2 DI-D Automatik – Technische Daten:
Fünftüriger Kompakt-SUV
Länge: 4,30 Meter; Breite: 1,77 Meter; Höhe: 1,63 Meter; Radstand: 2,67 Meter; Kofferraumvolumen: 419-1.219 Liter.
Motor: 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel, 6-Gang-Automatik, 110 kW/150 PS, max. Drehmoment: 360 Nm bei 1.500-2.750/min, 0-100 km/h in 10,8 s, Vmax 190 km/h, Verbrauch 5,8 l/100 km, CO2-Ausstoß: 153 g/km, Effizienzklasse: C, Preis: ab 28.190 Euro.Mitsubishi ASX 1.6 – Kurzcharakteristik:
Passt zu: Vielfahrern, Familien und Fahrern, die gerne schalten lassen
Sieht gut aus: in klassischem „Japan-Weiß“ mit dunkler Privacy-Verglasung und großem Panoramadach
Alternative zu: Kompakt-SUV mit Diesel und Automatik wie Skoda Yeti, Opel Mokka, Hyundai ix35, Kia Sportage, Chevrolet Trax

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