Winterräder wieder runter
Frühling für die Felge

11. April 2014 | kommentieren

Besonders im Winter müssen Alufelgen stark leiden – Salz, Schmutz und Nässe schaden dem Glanz. Doch bei richtiger Pflege hat man auch bei Fahrten in der kalten Jahreszeit viel Freude an den schicken Alus!

Alufelgen werden oftmals angeschafft, um sie gegen die biederen Serienstahlfelgen auszutauschen und um dem Auto eine sportlichere Note zu verleihen. In den Wintermonaten ist eine Verwendung von Alufelgen zumeist problematisch, da Schneeketten nur schwer oder sogar gar nicht auf die Felgen passen. Und auch die serienmäßige Reifenbreite ist bei schwierigen Fahrbahnverhältnissen wie Eisglätte, Schnee oder Schneematsch besser. Dadurch verlieren in winterlichen Situationen Alufelgen auch die Vorteile, die mit den in dem meisten Fällen gleichzeitig verwendeten Breitreifen verbunden sind.
Bei Kontakten mit Begrenzungen und Bordsteinen sind Leichtmetallfelgen deutlich weniger resistent gegen Kratzer als Stahlfelgen. Gleichzeitig schützt eine verletzte Pulverbeschichtung auch nicht mehr gegen Eloxierungen und die Alus sind nicht mehr witterungsbeständig. Insbesondere Streusalz und Seewasser kann dazu führen, dass das Metall schnell korrodiert.
Daher benötigt der Schutzlack oder die Schutzschicht eine regelmäßigen Pflege. Dies gilt auch im Sommer, in denen Straßenschmutz und Bremsstaub der Optik der Leichtmetallräder schaden.

Nach der Reinigung

Idealerweise reinigt man die Felgen bei jeder Autowäsche gleich mit. Eine Hochdrucklanze und der Einsatz von Bürste und Felgenreiniger erleichtern die Arbeit. Doch beim Kauf des passenden Reinigers ist Vorsicht angesagt: Säurehaltige Produkte bieten zwar eine sehr gute Reinigungswirkung, doch sie greifen auch gleichzeitig das empfindliche Material an. Besser ist die Verwendung eines säurefreien Reinigers.
Danach sollten die Felgen mit einem entsprechenden Produkt neu versiegelt werden. Dies konserviert die Räder bis zur nächsten Reinigung. Doch eine reine Wäsche reicht nicht aus, sollten die Felgen beschädigt sein. Kleinere Beschädigungen können selber behoben werden, bei größeren muss ein Spezialist ran. Dies lohnt sich allerdings nur bei hochwertigen Exemplaren oder bei älteren Alufelgen, die nicht mehr im Handel erhältlich sind. Solch eine Reparatur kann – abhängig von der Beschädigung – bis zu 200 Euro kosten.

Die Fachbetriebe können fast alle Schäden reparieren. Voraussetzung ist, dass die Tragfähigkeit des Rades nicht beeinträchtigt wurde. Unmöglich hingegen ist die Reparatur von Brüchen, Rissen oder sehr großen Dellen. Hier hilft nur der Austausch gegen eine neue Felge. Alufelgen im Reifenshop sind oft preiswerter als beim Fachhändler oder der Werkstatt vor Ort. Beim Kauf von neuen Alufelgen ist unbedingt darauf zu achten, dass eine ABE vorliegt oder die Felgen vom TÜV in die Papiere nachgetragen werde können. Die Fachhändler geben dazu Auskunft!

//Artikel bewerten
//Artikel empfehlen

//Schreibe deine Meinung!



* (Pflichtfeld)