BMW X6
Er bleibt auffällig

6. Juni 2014 | kommentieren
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Der BMW X6 ist die eher undezente und unvernünftige Variante des X5. Was die Vernunft angeht, hat BMW bei der zweiten Generation des SUV-Coupés nachgelegt.

Der BMW X6 trifft nicht jeden Geschmack. Mit weltweit 250.000 verkauften Exemplaren ist das „Sport-Activity-Coupé“ aber so erfolgreich, dass künftig ähnliche Modelle der Mitbewerber Mercedes und Audi nachziehen werden. Und gegen die wappnen sich die Bayern mit der zweiten Generation, die ab Dezember über die Straßen rollt. Ähnlich sanft wie BMW den X5 überarbeitet hat, haben sie auch ihr aktuell größtes X-Modell angefasst.

© BMW
Die Front des neuen BWW X6 fällt steiler aus, die neu gezeichneten Scheinwerfer reichen wie beim X5 an die Niere heran und ragen außen weit in die Seitenwände.


Die Front des neuen BWW X6 fällt steiler aus, die neu gezeichneten Scheinwerfer reichen wie beim X5 an die Niere heran und ragen außen weit in die Seitenwände. Windabweiser an den vorderen Radhäusern sollen ebenso wie die die äußeren Lufteinlässe der Frontschürze für bessere Aerodynamikeigenschaften sorgen. Auch am Heck wurde Hand angelegt. Unter anderem werden die Rückleuchten breiter und erhalten ein neues Design.

Das Antriebsportfolio des neuen X6 besteht zum Verkaufsstart im Dezember aus einem Achtzylinder mit 330 kW/450 PS (xDrive50i), einem 190 kW/258 PS starken Sechszylinder-Diesel (xDrive30d) und einem weiteren Sechszylinder-Diesel mit drei Turboladern und 280 kW/381 PS (M50d).

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Auch am Heck wurde Hand angelegt.


Die Topmotorisierung mit dem V8-Benzinantrieb ist gegenüber dem Vorgängermodell um 30 kW/43 PS auf 330 kW/450 PS stärker geworden. Dabei soll sich die jüngste Ausführung des 4,4-Liter großen Triebwerks sich mit einem um 22 Prozent geringeren Durchschnittsverbrauch begnügen. Das Angebot der Ottomotoren wird im Frühjahr 2015 um einen Sechszylinder mit 225 kW/306 PS erweitert. Alle Modellvarianten des neuen BMW X6 erfüllen die Abgasnorm EU6. Gekoppelt sind die Motoren mit einem Achtganggetriebe, Allradantrieb ist serienmäßig.

Wem die Standartvariante nicht auffällig genug ist, dem verhilft die sportlich ausgerichtete M-Version zu mehr Aufmerksamkeit. Erkennbar ist das Modell der BMW-Tochterfirma an größeren Lufteinlässen vorn, markant ausgestellten Seitenschwellerverkleidungen, einem Diffusor-Einsatz an der Heckschürze und matten Aluminiumstäben an der Niere. Außerdem sind die unteren Einfassungen der Radhäuser ebenso wie die Seitenschweller in Wagenfarbe lackiert.

Bei der Neuauflage des X6 waren die Bayern spendabel und haben der zweiten Generation deutlich mehr Ausstattung mitgegeben. Immer an Bord sind unter anderem Bi-Xenon-Scheinwerfer, 19-Zoll-Leichtmetallräder, automatische Heckklappenbetätigung, Lederausstattung, Klimaautomatik und das Sicherheitspaket „Driving-Assistant“, zu dem auch der Intelligente Notruf inklusive Ortung gehört. Zum serienmäßigen Bediensystem iDrive gehört das freistehende, bis zu 10,25-Zoll große Display.

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Preise für den überarbeiteten X6 nennen die Bayern noch nicht.


Wurde der X6 durch seine coupéartig fallende Karosserie häufig als die unvernünftige Variante des X5 bezeichnet, hat BMW sich bei der Überarbeitung genau diese Problemzone angesehen – was sich bei der neuen Generation besonders beim Kofferraum bemerkbar macht. Durch die im Verhältnis 40:20:40 teilbare und umklappbare Rückenlehne lässt sich der Gepäckraum von 580 auf bis zu 1.525 Liter erweitern, was einem Plus von 75 Litern gegenüber dem Vorgängermodell entspricht. 

Der Einstiegspreis für den neuen X6 beträgt 66.150 Euro. Dann erhält man das große SUV mit einem 225 kW/306 PS starken Benziner. Auf der Dieselseite müssen weitere 500 Euro investiert werden, um den 190 kW/258 PS-Diesel zu bezahlen. Der schwächere Selbstzünder der noch in der Vorgängergeneration erhältlich war, wird nicht mehr angeboten. Den muss es beim X6 nicht zwingend geben, haben die Münchner mit dem X4 doch neuerdings ohnehin einen günstigeren kleineren Ableger im Portfolio.

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