Nissan E-Mobilität
Jetzt geht es richtig los

4. Juli 2016 | kommentieren
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Eine Million E-Fahrzeuge bis 2020 auf Deutschlands Straßen! – Auch wenn das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung beim aktuellen Status der Zulassungszahlen mit 25 502 Exemplaren zum 1. Januar 2016 mehr denn je verwegen scheint, seit am 2. Juli das Förderungsgesetz der Bundesregierung für den Kauf von E-Autos wirksam ist, kommt Bewegung in das Segment.

Nissan als weltweiter Marktführer für Autos mit reinem E-Antrieb legt sich besonders ins Zeug, die E-Mobilität in Deutschland zu puschen. Die Japaner stocken die 4000 Euro staatliche Prämie auf 5000 Euro auf und bieten nicht nur ein breites Spektrum an Fahrzeugen, mit ihrem Netzwerk an Partnern aus der Energie und Versorgungswirtschaft, zeigt der Hersteller Wege auf, auf denen E-Mobile künftig nicht nur als Fahrzeuge, sondern als Energiespeicher und Lieferanten unterwegs sein werden.

Die Verbreitung von E-Autos auf bundesdeutschen Straßen vollzieht sich noch immer im Bereich von homöopathischen Dosen. Zum 1. Januar 2016 registrierte das Kraftfahrbundesamt in Flensburg 45 071 209 Pkw im Bestand. 66,2 Prozent waren mit einem Benzinmotor, 32,2 Prozent mit einem Diesel ausgestattet. Die alternativen Antriebe Hybrid und Elektro spielten dabei nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich 130 365 Pkw waren zu Beginn des Jahres mit einem Hybridantrieb unterwegs, 25 502 mit einem reinen Elektroantrieb. Mithin 2,5 Prozent der avisierten Million.

© Nissan
Nissan EV-200.

Die Zurückhaltung beim Interesse an reinen E-Fahrzeugen hat mehrere Gründe. Drei Eigenschaften prägen derzeit reine Elektroautos, die die Verwendung auf breiter Front (noch) beeinträchtigen: Die eingeschränkte Reichweite, die lückenhafte Landeinfrastruktur und der hohe Preis. In Punkto Reichweite mahnen die Japaner Entspannung an. Der Leaf, mit 245 000 Einheiten das bislang erfolgreichste E-Auto der Welt, kommt in seiner jüngsten Version mit einer Reichweit von 250 Kilometern daher. Damit lassen sich 98 Prozent der individuellen Mobilität mit dem Auto abdecken, die im Schnitt weniger als 50 Kilometer am Tag beträgt.

Der Leaf tritt im populären Segment der Kompaktklasse rund um den VW Golf an. Die 4,46 Meter lange fünftürige Limousine bietet Platz für fünf Personen und ein standesgemäßen Gepäckraum mit 370 Liter Volumen. Der Wechselstromsynchromotor leiste 80 kW / 109 PS. Das maximale Drehmoment von 245 Newtonmetern steht beim Elektromotor bereits beim anfahren in vollem Umfang zur Verfügung. Was den Leaf wie alle anderen E-Autos erstaunlich leichtfüßig antreten lässt. In 3,7 Sekunden sind beim Ampelstart die 50 km/h Stadtgeschwindigkeit erreicht. Nissan bietet den Leaf mit zwei verschiedenen Batteriesätzen an, einmal mit einer Leistung von 24 und dann mit 30 kW. Mit der 30-kW-Version ist die Reichweite von 250 Kilometer durchaus realisierbar. Vorausgesetzt der Fahrer fährt vorausschauend und nutzt die Fahrprogramme für wirtschaftliches Fahren konsequent aus.

Nissan bietet den Leaf in drei Ausstattungsstufen mit zwei Preismodellen an. Einmal als Komplettpaket, einschließlich der Batterie, dann kostet die 24-kW-Version mindestens 29 265 Euro, die 30-kW-Variante 36 785 Euro. Entschließt sich der Kunde die Batterie zu mieten verbilligt sich der Fahrzeugpreis um 5900 Euro. Die Miete für die Batterie staffelt sich nach Nutzungsdauer und geplanter Fahrleistung zwischen 79 und 142 Euro im Monat.

Das zweite Modell der Nissan-E-Palette ist der e-NV 200, ein leichtes Nutzfahrzeug, mit 4,56 Meter Länge und 645 Kilo Zuladung, wahlwiese als Transporter, Kombi oder Van. Der e-EV 200 verfügt über den gleichen Antrieb wie der Leaf und 170 Kilometer Reichweite. Die Preise beginnen bei 20 352 Euro ohne und 25 310 Euro mit Batterie. Bedenken über die Dauerhaltbarkeit der Energiespeicher zerstreut Nissan mit einer Garantie über acht Jahre oder 160 000 Kilometer.

© Nissan
Nissan EV-200.

Mit insgesamt 5000 Euro Prämie will Nissan nun die Lust an der E-Mobilität weiter fördern. Damit wird ein E-Auto auch für den privaten Kunden interessant. Bislang dominieren bei den E-Autos mit 80 Prozent die gewerblichen Nutzer. Was die Attraktivität der e-Mobilität weiter steigern wird, sind die vernetzten Systeme, die die E-Partner von Nissan verwirklichen. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern ermöglichen die Nissan-Batterien ein sogenanntes „bidirektionales Speichern“. Das heißt, die Batterie lassen sich nicht nur aufladen, sie sind auch in der Lage, wieder Strom ans Netzt abzugeben.

Diese Technik erlaubt weit reichende Nutzungsmöglichkeiten des Fahrzeugs. Mit einer Lade und Speichertechnik, wie sie beispielsweise Nissan-Partner The Mobility bereit stellt, ist es möglich, den Stromspeicher des Autos für die Versorgung des privaten Wohnbereichs einsetzten. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von drei bis fünf Kilowattstunden eines privaten Haushalts, reicht eine Batteriefüllung für bis zu einer Woche Haushaltsversorgung. Diese Technik gewinnt zukünftig an Reiz, wenn die Förderprogramme der zahlreichen privaten Photovoltaikanlagen auslaufen. Mit einer Vernetzung von Anlage, Fahrzeugspeicher und Hausspeicher ist der private Photovoltaikbetreiber in der Lage, den eigenen Energiebedarf für Heim und Mobilität zu erzeugen.

© Nissan
Nissan Leaf.

Die Entwicklung der Logistik für Energiespeicher und Leitungsmanagement spielt nicht zuletzt eine bedeutende Rolle bei der Umsetzung der Ziele für die Energiewende.

Auch bei der Logistik der Ladestationen für E-Autos verbessert sich die Situation mit raschen Schritten. Sind derzeit bundesweit 400 Schnellladestationen verfügbar, die einen kompletten Ladungsvorgang in einer halben Stunde ermöglichen, werden es im nächsten Jahr bereits 800 sein. Insgesamt stehen dann bundesweit mehr als 4000 öffentliche Ladestationen zur Verfügung. Zum Ankurbeln der allgemeinen E-Mobilität hat sich Nissan auch zu unkonventionellen Schritten entschlossen. Derzeit bieten die meisten Händler des Netzes alle E-Autofahrern einen kostenlosen Ladeservice an. Gleichgültig, ob Nissan, BMW, VW oder Tesla. (ampnet/tl)

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