Paris 2012: Hyundai
ix35 FCEV kommt

28. September 2012 | kommentieren

Hyundai stellt in Paris auf dem Automobilsalon (- 14.10.2012) den ix35 FCEV vor. Mit der Produktion des Brennstoffzellenfahrzeugs soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Es bleibt aber zunächst bei einer relativ kleinen Serie. Bis 2015 soll die Fertigung kontinuierlich auf 1000 Fahrzeuge ansteigen, anschließend wird ein Produktionsvolumen von 10 000 Einheiten angestrebt. Geplant ist, das 100 kW / 136 PS leistende Auto ab nächstem Jahr sowohl an öffentliche Institutionen als auch private Nutzer wie etwa Unternehmen mit Fuhrpark zu verleasen.

Beim Brennstoffzellenantrieb des ix35 FCEV – der Namenszusatz steht für Fuel Cell Electric Vehicle – wird gasförmiger und mit 700 bar vorgehaltener Wasserstoff aus einem 5,6 Kilogramm fassenden Tank mit Sauerstoff z- der Namenszusatz steht für Fuel Cell Electric Vehicle – wird gasförmiger und mit 700 bar vorgehaltener Wasserstoff aus einem 5,6 Kilogramm fassenden Tank mit Sauerstoff zusammengebracht. Bei der Reaktion beider Stoffe entsteht Elektrizität, die einen Elektromotor antreibt. Zusätzlicher Strom wird durch die Rekuperation der Bremsenergie erzeugt. Dieser wird in Lithium-Polymer-Batterien gespeichert und versorgt die Bordsysteme des Wagens. Als Emission entweicht lediglich Wasserdampf. Der Verbrauch macht 0,96 Kilogramm Wasserstoff pro 100 Kilometer Fahrstrecke aus, die Reichweite mit einer Tankfüllung beträgt damit bis zu 588 Kilometer.

Der Hyundai ix35 FCEV beschleunigt in 12,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und bietet eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die gesamte Antriebstechnik wurde im Motorraum sowie in der Bodengruppe untergebracht, weshalb an Bord die gleichen Platzverhältnisse für Insassen und Gepäck zur Verfügung stehen wie in einem herkömmlich betriebenen Serienmodell.

Der Hyundai ix35 FCEV hat 2012 die Rekordfahrt der norwegischen Umweltorganisation Zero bewiesen: Zwei ix35 FCEV absolvierten bereits mit der norwegischen Umweltorganisation Zero eine 2160 Kilometer Fahrt von Oslo ins Fürstentum Monaco ohne begleitendes Tankfahrzeug. Wasserstoff wurde nur an öffentlichen Tankstellen, unter anderem in Hamburg, Köln, Freiburg und Grenoble aufgenommen. Seine Alltagstauglichkeit stellte der ix35 FCEV darüber hinaus in zahlreichen Praxiserprobungen rund um den Globus schon seit Jahren unter Beweis: So sind Brennstoffzellenfahrzeuge unter anderem im skandinavischen Forschungsprojekt H2Moves unterwegs. Insgesamt absolvierten sie in den letzten Jahren weit über drei Millionen Testkilometer in Europa, den USA und in Korea.

Für die bevorstehende Aufnahme der Serienproduktion wurde der ix35 FCEV gegenüber den bisherigen Forschungsexemplaren optisch geringfügig modifiziert. Das in Paris gezeigte Modell trägt einen neuen Kühlergrill und verfügt über einen aufgewerteten Innenraum. Fahrwerksmodifikationen verbessern Handling und Fahrdynamik. Zudem wurden diverse Bordsysteme so modularisiert, dass der ix35 FCEV auf einer konventionellen Fertigungslinie im koreanischen Hyundai-Werk Ulsan produziert werden kann. (ampnet/jri)

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