Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series
Teuflisch schnelles Leichtgewicht

9. November 2012 | kommentieren

Von Stahl zu Titan: Der neue AMG Black Series wird leichter. Langsamer wird er nicht. Von Null auf Hundert sprintet der Flügeltürer in 3,6 Sekunden. Freunde des AMG dürfen sich schon auf Juni 2013 freuen: Dann geht der Black Series auch im Autohandel an den Start.

Die Sprache des Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series ist eine Sprache der Zahlen. Denn mit diesen weiß das schnittige Coupé eindeutig zu überzeugen: Der SLS AMG Coupé Black Series entwickelt ein maximales Drehmoment von 635 Newtonmetern bei 5500 Touren. Möglich macht das der 6,2-Liter-V8-Motor, der bei 7400/min immerhin 464 kW / 631 PS leistet. Und das ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h. Der Kraftstoffverbrauch liegt trotz der enormen Leistung im Normzyklus: bei 13,7 Litern je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 321 Gramm pro Kilometer entspricht.

© Trotz Top-Leistung liegt der Spritverbrauch im Normzyklus
Trotz enormer Leistung liegt der Spritverbrauch des Coupés im Normzyklus

Gegenüber der Standardversion verbucht der Black Series ein Plus von 44 kW / 60 PS und einer erhöhten Maximaldrehzahl von 7200 auf 8000 U/min. Nockenwellen und Tassenstößel wurden komplett überarbeitet und auch Technologien aus dem Rennsport sind verstärkt in die Entwicklung eingefloßen. Das lässt sich sogar blind erkennen, etwa an der Spezialbeschichtung, wie sie sonst nur auf Rennstrecken zu sehen ist.

Angriffslustig und muskulös

Die Zahlen des Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series sprechen für sich. Was man sich von dem Coupé vor allem merken wird, ist aber die einprägsame Optik: Abgedunkelte Scheinwerfer und schwarz umrandete Heckleuchten sind die Kennzeichen des SLS AMG Coupé Black Series. Er erscheint angriffslustig und muskulös.

Auf der Straße liegt der neue Stern von Mercedes-Benz gut. Für die Balance und optimale Aerodynamik sorgen u.a. die Front-, Heckschürze mit Diffusor und Seitenschwellerverkleidungen aus Carbon. Auch die Lufteinlässe wurden vergrößert. Die Carbon-Motorhaube verfügt wie beim SLS AMG GT3 über einen zentralen Luftauslass. Der sorgt nicht nur für effektiven Abtransport der Motorwärme, sondern erhöht zugleich den Abtrieb an der Vorderachse.

Black and White

Kommen wir zu den Farben, denn auch hier wurde dem Standardmodell noch das i-Tüpfelchen aufgesetzt: Die flügelförmige Querfinne und der Sterntopf im Kühlergrill sind in Hochglanz Schwarz gehalten. Auch Außenspiegel und die Finnen auf der Motorhaube glänzen schwarz. Überhaupt gehen Design und Funktionalität beim Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series eine ideale Symbiose ein: Die Luftöffnungen hinter schwarzen Gittern sind etwa gut sichtbar und prägen das sportliche Bild des Coupés. Zugleich dienen sie dem gezielten Abtransport der Warmluft im Bereich der Abgasanlage.

© Der Flügeltürer kommt im Juni 2013 auf den Markt
Der Flügeltürer kommt im Juni 2013 auf den Markt

Als Wunschausstattung ist das Aerodynamik-Paket verfügbar: Anstelle des serienmäßigen, ab 120 km/h automatisch ausfahrenden Heckflügels kommt ein feststehender und verstellbarer Carbon-Heckflügel im Stil des SLS AMG GT3 zum Einsatz. Der Heckflügel stützt sich über Aluminiumelemente auf einem speziellen Einsatz am Heckdeckel ab und sorgt für noch mehr Anpressdruck auf der Hinterachse. Flankiert wird der Heckflügel von zusätzlichen Carbon-Flics an der Frontschürze, die den Auftrieb an der Vorderachse weiter reduzieren.

Kräftiger Motorsound

Die völlig neu konzipierte AMG Sport-Abgasanlage, erstmals in Titan ausgeführt, verfügt über eigenständige Mittel- und Endschalldämpfer, was zu einem kräftigeren, noch markanteren Motorsound führt.

Durch die Umstellung von Stahl auf Titan wurde der Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series rund 70 Kilogramm leichter als die normale Serienversion des Flügeltürers. Zahlreiche Karosserieelemente wie etwa die Motorhaube, die Innenraum-Rückwand hinter den AMG-Sportschalensitzen, die Diagonalstreben am Unterboden und auch die Torque Tube zwischen Motor und Getriebe bestehen vollständig aus Carbon. Auch beim Aluminium-Spaceframe wurden einige Komponenten durch CFK-Bauteile ersetzt. Eine Lithiumionen-Batterie, die an Stelle der herkömmlichen Starterbatterie zum Einsatz kommt, spart weitere acht Kilogramm ein. Der Verzicht auf das weiterhin auf Wunsch erhältliche Multimediasystem Comand Aps bringt weitere sechs Kilogramm Gewichtsersparnis.

Mehr Dynamik beim Schalten

Das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe AMG Speedshift ist zur Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts um zehn Millimeter tiefer installiert und stützt sich zur Vermeidung von Lastwechseln mittels Gasdruckdämpfer an der Karosserie ab. Es verfügt über vier Fahrprogramme und ist speziell in „Sport plus“ und „Manuell“ deutlich sportlicher als bei den Modellen SLS AMG und SLS AMG GT. Nicht nur die Schaltgeschwindigkeit konnte abgesenkt werden, auch die verkürzte Reaktionszeit auf Schaltbefehle des Fahrers und die Schalthärte sorgen für mehr Dynamik.

Neu ist das so genannte „Kurzzeit-M-Programm“. Hiermit kann der Fahrer in den Modi C, S oder S+ durch einmaliges Betätigen am „up“- oder „down“- Schaltpaddle das manuelle Fahrprogramm aktivieren, ohne eine Hand vom Lenkrad nehmen zu müssen. Im Kurzzeit-M-Programm erlebt der Fahrer in allen automatischen Fahrprogrammen die Dynamik und Performance der Gangwechsel aus dem manuellen Fahrprogramm, ergänzt um automatische Hoch- und Rückschaltungen.

Der Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series ist ab Juni 2013 im Handel erhältlich.

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