Highway Patrol Vehicle 2025
Bring ihn dazu, dich zu jagen

15. November 2012 | kommentieren

Die Los Angeles Design Challenge 2012 sucht das „Highway Patrol Vehicle 2025“. Wie sich die Gene des Offroad-Klassikers aus dem Hause Mercedes-Benz aus dem Jahr 1979 auch in Zukunft durchsetzen können, zeigt der Autohersteller in der Design-Studie Ener-G-Force.

Wie heißt es so schön in Hunter S. Thompsons Klassiker „Fear and Loathing in Las Vegas“, als der Polizist sich mit dem Delinquenten eine Verfolgungsjagd durch die Wüste liefert: „Nur wenige Menschen verstehen die Psychologie des Umgangs mit einem Highway-Polizisten. Der normale Raser würde in Panik geraten und sofort rechts ranfahren. Das ist falsch. Es weckt das Misstrauen des Polizisten. Bring ihn dazu, dich zu jagen.“

Offroad-tauglich und umweltfreundlich sollen die Cop-Cars sein

Der Ener-G-Force, den Mercedes-Benz als Design-Studie in Los Angeles präsentiert, dürfte das passende Vehikel zum Jagdinstinkt der Cops sein: Kraftvoll im Design, 100% Offroad-tauglich und umweltfreundlich soll das SUV auch noch sein. Gorden Wagener, Designchef von Mercedes-Benz Cars, drückt es so aus: „Der Ener-G-Force ist die Vision eines Offroaders, der das Abenteuer der Zukunft spiegelt und sich gleichzeitig auf die Gene der Mercedes-Benz Offroad-Ikone, des G-Modells beruft. Die Studie kann aber auch ein Hinweis auf einen Neuanfang für die Offroad-Formensprache von Mercedes-Benz sein.“

Kokon für die Gesetzeshüter

Die kleinen Fensterflächen machen das Polizeifahrzeug zu einem sicheren Kokon für die Gesetzeshüter. Ins Dach integrierte Rundumleuchten schaffen unübersehbare Aufmerksamkeit, die markante Front lässt keinen Zweifel an der achtungsgebietenden Präsenz der Polizei und die riesigen Räder garantieren Wegerecht, auch wo kein Weg existiert.

Dominant im Auftritt, sollen das Mercedes-Benz-Future-Car sein

Natürlich ist der Entwurf des Ener-G-Force für die Los Angeles Design Challenge pure Science Fiction. Die Idee des Geländewagens der Zukunft hat die Designer des Advanced Design Studios von Mercedes-Benz in Carlsbad, Kalifornien, allerdings so fasziniert, dass sie die Fiktion der Polizeivariante zu einer zivilen Version weiterentwickelt und sogar als 1:1-Modell auf die Räder gestellt haben. Wie auch das „Highway Patrol Vehicle 2025“ lehnt sich der zivile Ener-G-Force formal an die G-Klasse an, die Offroad-Ikone, deren ununterbrochene Geschichte bis in die 1970er Jahre zurückreicht und bis heute in der formal und technologisch weiterentwickelten Version eines SUVs die Zukunft in Angriff nimmt.

Eine Auto zeigt Dominanz

Das Modell des zivilen Ener-G-Force orientiert sich wie die Polizeivariante unverkennbar an der G-Klasse, die schon lange als automobile Ikone gilt. Es zeigt allerdings eine radikale Neuinterpretation dieses Klassikers. Wichtige Gene wie Proportionen und Elemente wurden von der Idee her übernommen und völlig neu und modern in einem Konzept für übermorgen gestaltet. Ener-G-Force Designer Hubert Lee: „Wir wollten natürlich einen klaren Schritt nach vorn, aber wir wollten auch die Erkennungsmerkmale des G,“ Der Ener-G-Force zeigt eine ähnliche Silhouette, allerdings mit hoher Schulterlinie.

© Die Flächen sind intensiv und spannungsvoll durchgestaltet
Die Flächen sind intensiv und spannungsvoll durchgestaltet

Die klare Formensprache der G-Klasse ist zwar geblieben, aber die Flächen sind intensiv und spannungsvoll durchgestaltet. Auch die akribisch ausgearbeiteten Details weisen darauf hin, dass der Ener-G-Force das Kind einer modernen Zeit ist. Wie die G-Klasse trägt auch der Ener-G-Force eine Front mit ausdrucksstarkem Kühlergrill und einbezogenen Scheinwerfern. LED formen in den Scheinwerfern Leuchteinheiten in G-Form. Damit prägt der Ener-G-Force einen starken Ausdruck und demonstriert Dominanz. Die vorderen Blinker sind als signifikantes G-Klasse Element wie Positionslichter auf die vorderen Kotflügel aufgesetzt.

Er verwandelt Wasser ind Wasserstoff

Auch das aufgesetzte, für die G-Klasse typische Dach sowie die dreigeteilte Fensterfläche zitieren die Grundgene des Mercedes-Benz Offroad-Klassikers, gehen aber einen klaren Schritt in die Zukunft. Das machen auch die großen Räder deutlich, die mit 20-Zoll-Felgen den Ener-G-Force hoch und kraftvoll aufragen lassen. Auch den Utility-Faktor spielt der Ener-G-Force auf ganz neue Art. Zum Beispiel trägt das Heck als markantes Merkmal eine seitlich leicht aus der Mitte versetzte Heckschublade, deren Abdeckung den typischen Look des Reserveradhalters der klassischen G-Klasse aufnimmt. Diese aufziehbare Toolbox kann die unterschiedlichsten Ausrüstungsgegenstände enthalten, die somit schnell griffbereit sind, ohne die komplette Hecktür öffnen zu müssen.

Der Ener-G-Force nimmt recyceltes Wasser in Tanks auf dem Dach auf und leitet dieses an den „Hydro-Tech Converter“ weiter. Er wandelt diese natürliche, erneuerbare Ressource in Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzellen um. Die Speichereinheiten für die gewonnene elektrische Energie befinden sich gut zugänglich in den markanten Seitenschwellern. Der Ener-G-Force emittiert nur Wasser, hat eine Reichweite von rund 800 Kilometern und ist damit ein wirkliches Green-Car.

Vier Radnabenmotoren, deren Leistung eine Hochleistungselektronik für jedes Rad einzeln dem jeweiligen Terrain anpasst, sorgen für Vortrieb. Dazu detektiert der topografische Rundumscanner „Terra-Scan“ auf dem Dach ständig das Umfeld des Fahrzeugs und reguliert danach Federung, Dämpfung und andere Fahrwerksparameter für die beste Traktion auf dem jeweiligen Untergrund. Die markant ausgeformten Seitenschweller enthalten die Energie-Speichereinheiten oder schnell austauschbare Batteriepacks. Die Beleuchtung der Seitenschweller zeigt durch farbliche Veränderungen gleichzeitig den Betriebs- und den Ladezustand der Energiepacks. Ins Dach integriert sind ein Dachgepäckträger und Zusatzleuchten. (Mit Material von ampnet/Sm)

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