Vorstellung Jaguar XF Sportbrake
Elegant, sportiv und geräumig

27. November 2012 | kommentieren

Jaguar ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Durch seine neuen Modelle wie den XF und den XJ, aber auch durch die Erschließung neuer Absatzmärkte. Allein in China konnte Jaguar zusammen mit Land Rover im vergangenen Jahr rund 17 Prozent seines Verkaufsvolumens absetzen, 2008 waren es lediglich knapp ein Prozent.

Derzeitiger Shooting-Star in Deutschland ist der XF, der in den ersten zehn Monaten seine Verkäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 27 Prozent steigern konnte und im Oktober bei uns über 71 Prozent aller Jaguar-Verkäufe ausmachte. Mit dem Kombi XF Sportbrake erweitert die Nobelmarke ihr Angebot und hofft auf weiteren Aufwind.

Das sollte nicht bei der Hoffnung bleiben, da auch in der oberen Premium-Mittelklasse bei gleichzeitigem Angebot von Limousine und Kombi sich die beiden Varianten jeweils die Hälfte vom Kuchen teilen und Jaguar sich damit neue Kundenkreise erschließt.

Praktikabel und vielseitig

Der Sportkombi übernimmt dabei die Tugenden der coupéartig geformten XF-Limousine wie britischer Luxus, Eleganz und dynamisches Handling und fügt Praktikabilität und Vielseitigkeit hinzu. Optisch ließen die Designer den Sportbrake bis zur mittleren Säule unverändert. Im hinteren Teil streckten sie die Jaguar-typische Fenstergrafik und ließen die erweiterte Dachlinie in Richtung Heckabschluss abfallen. Das sieht nicht nur sehr elegant aus, sondern ist auch praktisch. Dadurch verfügen nämlich die Fondinsassen jetzt über 48 Millimeter mehr Kopffreiheit.

Das Cockpit im mit edlen Materialien versehenen und sehr akkurat gestalteten Innenraum ist eine Mischung aus cool-sportlicher Eleganz und Funktionalität. Die Instrumente hat der Fahrer gut im Blick, die Bedientasten sind ohne Fehl und Tadel angeordnet, und die stark ausgeformten Vordersitze erinnern an hauteng anliegende Rennschalensitze. Im Fond haben zwei groß gewachsene Mitfahrer ebenfalls genügend Platz und können auch Langstreckenfahrten angenehm absolvieren.

Großzügig geschnittener Kofferraum

Der großzügig bemessene Kofferraum lässt sich durch leichtes Umlegen der hinteren Sitzhälften auf ein Stauvolumen von 1,675 Liter erhöhen. Dabei entsteht eine ebene Fläche von 1,97 Meter Länge und einer Breite von 1,06 Metern; genug fürs Verstauen nicht nur von Golfbags, sondern auch sperrigem und voluminösem Ladegut. Die Praxistauglichkeit wird durch eine serienmäßige Dachreling und ein System von Laderaumschienen erweitert. Letztere erlauben das schnelle Montieren von optionalen Netzen oder längs verschiebbaren, flexiblen Halteleisten.

Für die standesgemäße Motorisierung sind drei Turbodiesel-Motoren zuständig. Neben zwei 3,0-Liter-V6-Diesel mit 177 kW/240 PS und 202 kW/275 PS mit maximalen Drehmomenten von 500 bzw. 600 Newtonmetern bietet Jaguar auch einen Vierzylinder mit 147 kW/200 PS und einem max. Drehmoment von 450 Newtonmetern an. Der ist natürlich nicht ganz so laufruhig wie die V6, konnte aber bei ersten Testfahrten voll überzeugen. Der Vorschub reicht für alle Fahrsituationen, und die Beschleunigung von null auf 100 km in 8,8 Sekunden ist auch nicht gerade langsam. Der Normverbrauch liegt – auch dank des serienmäßigen Stop/Start-Systems – bei 5,1 Litern auf 100 Kilometern und einer CO2-Emission von 135 g/km.

Gut abgestimmtes Fahrwerk

Wer den Sportbrake sehr zügig bewegt und sich zu einer kleinen Kurvenfahrt verführen lässt, lernt schnell die Vorzüge des gut abgestimmten Fahrwerks schätzen, dem die Techniker noch eine selbst nivellierende Luftfederung an der Hinterachse spendierten. In Verbindung mit der Achtstufen-Automatik und einer guten Straßenkontakt vermittelnden Lenkung ist der Sportbrake aber nicht nur auf kurvenreichen Landstraßen sehr flott zu bewegen. Auch in der Stadt ist er wendig genug und auf der Autobahn ein angenehmer Gleiter.

Eine komplette Sicherheitsausstattung ist in dieser Klasse ein Muss, nicht aber etliche Komfort-Features wie sie Jaguar anbietet. So ist der Einstiegspreis für den 2.2 D mit 48.550 Euro zwar kein Schnäppchen, doch gerechtfertigt. Wer unbedingt noch mehr Leistung haben will, muss entsprechend noch mehr bezahlen. Der 3,0 Liter Diesel S mit 275 PS kostet ab 56.550 Euro. Dafür dauert der Sprint von null auf 100 km/h statt 8,8 nur 6,6 Sekunden. Wer denn unbedingt darauf besteht …(Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)

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