Land Rover Freelander
Es geht bergauf

2. Dezember 2012 | kommentieren

Der Land Rover Freeländer geht aufgewertet in das nächste Jahr. Neue Scheinwerfer und Rückleuchten, ein neuer Grill, ein erweitertes Farbangebot und ein aufgewertetes „Innenleben“ kennzeichnen das Modelljahr 2013. Außerdem kommt ein neuer Motor ins Spiel. Im Freelander Si4 steckt der GTDi, ein Vier-Zylinder-Benziner mit 177 kW / 240 PS, der den bisherigen Sechszylinder ersetzt.

Der neue 2,0-Liter-Motor trägt nicht nur erheblich zur Verringerung des Gewichts um 70 Kilogramm bei, mit einem maximalen Drehmoment von 340 Newtonmeter (Nm) liegt er um sieben Prozent besser als der Sechszylinder, gleichzeitig sinkt der Verbrauch auf (im Schnitt nach EU-Norm) auf 9,6 Liter pro 100 km, entsprechend einem Emissionswert von 225 Gramm CO2 pro Kilometer. Lieferbar ist der neue Spitzenbenziner ausschließlich mit Sechs-Gang-Wandlerautomatik. In dieser Kombination hinterließ der Freelander bei unseren Fahrten durch das winterliche Kanada einen spritzigen Eindruck.

Dennoch werden in Deutschland eher die Dieselmodelle zum Zug kommen, wie das bei SUV so üblich ist. Für den Freelander bietet Land Rover den 2,2-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen an, mit 110 kW / 150 PS und 140 kW / 190 PS. Mit jeweils 420 Nm maximalem Drehmoment setzen beide in dieser Motorenklasse Maßstäbe.

Zu den wesentlichen Änderungen für den neuen Modelljahrgang in der Serie oder bei den Zusatzausstattungen zählen die „Dynamic“-Designlinie in drei Farbvarianten, eine neu gestaltete Mittelkonsole mit einem Sieben-Zoll-Touchscreen sowie hochwertige Sundsysteme von Meridian und eine Standheizung, deren Timer Einstellungen bis zu sieben Tagen erlaubt. Neu sind ebenfalls die elektronische Parkbremse, die das Gefälle berücksichtigt, ein schlüsselloses Startsystem und eine Rückfahrkamera. Die Sprachsteuerung nach dem „Say-what-you-see“-Prinzip werden dem Fahrer die Anweisungen zum Bedienen des Audio-Systems, der Navigation, der Klimaanlage oder des Telefons im Display „vorgesagt“.

In Zukunft werden die einzelnen Modelle des Land Rover Freelander nicht mehr durch die Motorversionen, sondern durch die Ausstattungsvarianten unterschieden. Die Einstiegsversion trägt jetzt das Kürzel S. Zum Lieferumfang zählen nun Elemente, die bisher der E-Version vorbehalten waren wie 17-Zoll-Leichtmetallräder, neu gestaltete Halogenscheinwerfer mit Tagfahrlicht und anderes mehr. Trotz der Aufwertung um Elemente im Wert von rund 1100 Euro bleibt der Einstiegspreis für den Freelander eD4 bei 28 200 Euro. Eine auf 100 Exemplare für deutsche Abnehmer beschränkte „Launch Edition“ des Si4 mit einer Top-Ausstattung wird ab 39 900 Euro kosten, was einem Preisvorteil von 2430 Euro entspricht.

Die nächsthöhere Stufe SE verfügt nun auch in der Serienausstattung über eine Einparkhilfe hinten, ein Meridian-System mit 380 Watt Leistung und zusätzliche Designelemente im Innenraum. Der Basispreis für den SE eD4 liegt bei 32 400 Euro.

Für die SE-Variante wird außerdem eine Dynamik-Version angeboten, die man außen an den seitlichen Lufteinlässen erkennt. Zur Ausstattung zählen Zehn-Speichen-Aluräder in 19 Zoll und ein Stylingpaket mit Heckspoiler, Türschwellern und besonderen Stoßfängern vorn und hinten sowie elektrisch verstellbaren Sport-Ledersitzen. Die Preise für den TD4 SE Dynamic beginnen bei 40 100 Euro.

Die Spitze markiert der Freelander HSE. Rückfahrkamera sowie Einparkhilfen vorn und hinten, Xenon-Scheinwerfer mit LED-Signatur und Tagfahrlicht, Festplatten-Navigation, Audio-Server und die neue Sprachsteuerung gehören zum Lieferumfang ab 41 400 Euro.

Allen Versionen gemein sind die typischen Freelander-Eigenschaften. Die hohe Sitzposition für Fahrer und Beifahrer und die noch einmal höheren Sitze für die hinten Sitzenden, der gediegene Eindruck, die gute Verarbeitung, gute Fahreigenschaften auf glatter Straße kann man allen kleinen Landys attestieren. Wir fuhren den Neuen jetzt auch über Stock und Stein, hoch und runter, durch Wasser und über Schnee und Eis.

Das Urteil zum Verhalten im Gelände wird niemanden überraschen: Mit allen Motoren meistert der Freelander Strecken, die man einem Auto nicht zutraut. Eindrucksvoll auch beim kleinen Land Rover: das Terrain Response-System, mit dem man sein Auto per Knopfdruck auf den Untergrund einstellen kann. Da auch die Bergabfahrhilfe an Bord ist, verliert auch starkes Gefälle seinen Schrecken. Kein Wunder, dass es mit dem Freelander und den anderen Land Rover-Modellen weltweit bergauf geht. (ampnet/Sm)

Daten Land Rover Freelander eD4

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,50 x 1,91 x 1,74
Motor: Vier-Zylinder-Turbodiesel, 2179 ccm
Leistung: 110 kW / 150 PS bei 4000 U/min
Maximales Drehmoment: 420 Nm bei 2000 U/min
Verbrauch (Schnitt nach EU-Norm): 6,0 Liter/100 km
Kohlendioxidemission: 158 g/km (Euro 5)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 11,7 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 181 km/h
Leergewicht / Zuladung (maximal): 1710 kg / 795kg
Kofferraumvolumen: max. 1670 Liter
Max. Anhängelast: 2000 kg
Wendekreis: 11,3 m
Cw-Wert: 0,39
Basispreis: 28 200 Euro

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