Skoda Octavia
Mittelklasse zum kleinen Preis

11. Dezember 2012 | kommentieren

Immerhin: Der neue Skoda Octavia sei das „Herz der Marke“, wie Skoda-Vorstandschef Prof. Winfried Vahland bei Vorstellung des Neuen betont. Und wie es sich für ein Herz gehört, schlägt es erstmals dort, wo es hingehört, nämlich zu Hause in Mlada Boleslav. Dort ließ die tschechische VW-Tochter heute erstmals die Hüllen des neuen Octavia vor der Presse fallen.

Bereits in der Vergangenheit hatte Skoda nie Grund, sich über mangelnde Nachfrage nach seinem Octavia zu beklagen. Doch die Kunden sind anspruchsvoller geworden, wollen immer mehr Auto für möglichst nicht mehr Geld. In diesem Bewusstsein haben sich die Tschechen ans Werk gemacht und die dritte Generation ihres Bestsellers von Grund auf neu gestaltet. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug in Skoda-typisch zeitlos-elegantem, ansprechendem Design, das beim ersten Kontakt Wertigkeit ebenso vermittelt wie gute Verarbeitung, Geräumigkeit, Funktionalität. „Simply clevere“ Lösungen sind ohnehin schon zum Markenzeichen von Skoda geworden.

Innen und außen gewachsen

Mit dem neuen Modell will die Marke Maßstäbe im Kompaktsegment setzen: Qualitäten wie ein Mittelklässler zu Preisen eines Kompakten. Und das beginnt bereits in puncto Raumangebot. Mit einer Innenraumlänge von 1.782 mm, einer Kniefreiheit von 73 mm und einer Kopffreiheit hinten von 980 mm hat er gewissermaßen die Krone unter seinesgleichen auf: „Kein Fahrzeug des Kompaktsegments bietet mehr“, erklärt Skodas Vorstand für Technische Entwicklung, Dr. Frank Welsch, stolz und fasst nach: „Er ist unser Bester.“ Best-in-Class sei auch das Kofferraumvolumen mit 590 Litern. Kurzum: Im Vergleich zur Vorgängergeneration bietet der Neue einfach mehr Raum. Insgesamt ist er 90 mm länger und 45 mm breiter geworden, der Radstand legte um 108 mm zu.

Kunden wollen mehr

Doch wertige Anmutung, präzises Design und großzügige Platzverhältnisse sind heute längst nicht mehr alles. Kunden begehren auch ein Höchstmaß an Sicherheit und Assistenzen sowie optimale Motorisierung. Kräftig soll das Fahrzeug sein und möglichst wenig verbrauchen.

Entsprechend haben die Ingenieure dann bei der Ausstattung mit Sicherheitssystemen auch zugelangt. An Bord sind u.a. Systeme zur Unfallvermeidung wie Front Assistant/Notbremsfunktion (ab Mai 2013), Lane Assistant, Multikollisionsbremse/automatischer Bremseingriff bei Unfall, Crew Protect Assistant/Absicherung des Fahrzeugs in Unfallsituationen, Driver Activity Assistant (Müdigkeitserkennung) oder ein Fußgängerschutz mit aktiver Motorhaube. Ein Paket passiver Sicherheitselemente übernimmt den bestmöglichen Schutz für den Fall eines Unfalls. Dazu gehören bis zu neun Airbags, die mit 3-Punkt-Sicherheitsgurten optimal zusammenarbeiten, Knieairbags und hintere Seitenairbags.

Neue Effizienz: 3,4 Liter bzw. 89 Gramm CO2

Auch an den Verbrauchs- und Emissionswerte des Octavia haben die Ingenieure noch einmal Hand angelegt. Benziner und Diesel wurden neu entwickelt, ein Übriges tun das um 102 Kilo reduzierte Fahrzeuggewicht und ein niedrigerer cw-Wert. Den sprichwörtlichen Vogel schießt zweifellos die GreenLine-Version (1,6 TDI/81 kW) mit einem Verbrauch von lediglich 3,4 Liter Diesel (CO2: 89 g/km) ab. Insgesamt kann zwischen jeweils vier TSI-Benzinern und TDI-Common-Rail-Dieselaggregaten gewählt werden. Erdgasantrieb wird folgen. Außer für die Basismotorisierungen steht eine Green-tec-Version mit Start-Stopp-System und Rekuperation zur Verfügung. Topmotorisierung ist ein 1,8 TSI mit 132 kW. Als Getriebe kommen manuelle und automatische DSG-Getriebe zum Einsatz; Allradversionen sind ebenso geplant wie ein Octavia RS im Sport-Trimm.

Komfort-Gaben ohne Schnickschnack

Im neuen Skoda Octavia überraschen Komfort-Funktionen, die bislang nur höherklassigen Fahrzeugen vorbehalten waren. Skoda ist dabei wichtig zu betonen, dass neue Technologien nicht als Selbstzweck eingesetzt würden: „Kein verspielter ‚Schnickschnack’, sondern Technik für den Menschen, Technik, die Mobilität sicherer und komfortabler macht.“ So gibt es erstmals in einem Skoda beispielsweise den Adaptive Cruise Assistant, eine Automatische Distanzregelung, oder den Fernlichtassistenten Intelligent Light Assistant. Ein Parkassistent erleichtert das Ein- und Ausparken, und – ebenfalls Premiere – hat die Verkehrszeichenerkennung im Paket „Traveller Assistant“, um nur einige dieser Features zu nennen.

„Simply Clever”-Lösungen

Skoda blieb sich treu und bietet „Simply-Clever“-Einfälle auch im neuen Skoda Octavia an. Sie sollen das Autofahrerleben einfach leichter machen. Angefangen bei faltbaren Cargo-Elementen für den Kofferraum zur besseren Fixierung von Gegenständen über einen doppelseitigen Bodenbelag bis hin zu praktischen Haken, Ösen, Haltern und Fächern. Und auch beim Eiskratzer in der Tankklappe ist noch lange nicht Schluss mit pfiffigen Ideen. (Auto-Reporter.NET/arie)

//Artikel bewerten
Loading...
//Links zu Skoda
//Artikel empfehlen
Anzeige

//Schreibe deine Meinung!



* (Pflichtfeld)