Seat Leon
Spaniens Antwort auf den Golf

17. Dezember 2012 | kommentieren

Der neue Seat Leon zeigt sich schon optisch als kantig geschliffener Gewinn. Die Verkaufszahlen im wirtschaftlich turbulenten Spanien sind zwar so gut wie weggebrochen, doch hier in Deutschland findet der spanische Golf einen guten Absatz. Es ist nicht so, als wäre die Autowelt eine große Familie, in der man sich gegenseitig unterstützt, doch ist man Teil einer funktionierenden Familie, nutzt das durchaus.

Aufbruchstimmung

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Mit dem rund 200 Euro günstigeren neuen Modell des Seat Leon, der mit seinem Basispreis bei 15.390 Euro liegt, will die spanische Marke in eine neue Ära aufbrechen. Zwei Wochen nach der Markteinführung des mit ihm eng verwandten Volkswagen Golf, wurde diese neue Ära am 24, November 2012 bei deutschen Händlern eingeleitet.

Seit 1999 haben die Spanier rund 1,2 Millionen Exemplare des spanischen Golf abgesetzt und hoffen trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Situation im eigenen Land auf ein auf deutliches Wachstum. Und das dürfen sie auch! Unter der Haube der klar und fließend gezeichneten Karosserie arbeiten bekannte Motoren aus dem VW-Konzernregal. Der 90 kW/122 PS starke 1,4-Liter TSI-Antrieb wird wohl wahrscheinlich die meisten Liebhaber finden.

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Richtig sparsam der Kleine

Nicht nur flott, sondern auch sparsam ist der neue Leon unterwegs, so lange man im sechsten Gang im Verkehr mitschwimmt und das nicht zuletzt wegen des leicht zu schaltenden Sechsgang- Getriebes. Soll es einmal etwas schneller gehen, muss man gleich zwei Gänge herunterschalten, um entsprechend Schwung aufzunehmen und zügig überholen zu können. Vor allem die beiden höchsten Gänge zeigen weniger dynamisch als sparsam. Akkustisch zurückhaltend bis zu 4.000 Umdrehungen, das ist er Dank der aufwändigen Dämmung ganz sicher! Bei entsprechendem Untergrund machen sich Allerhöchstend die Abrollgeräusche der Reifen bemerkbar, die jedoch nicht weiter störend sind. Dank des Drehmoments von 200 Nm, das zwischen 1.400 und 4.000 Umdrehungen anliegt, ist der spanische Kompakte in den meisten Fahrsituationen angemessen unterwegs.

Dazu trägt die gut abgestimmte Lenkung bei, die den Wagen auch bei einem plötzlichen Ausweichmanöver schnell und sicher um das Hindernis lenkt. Auch das Fahrwerk leistet seinen Teil, da es nicht zuletzt von dem um sechs Zentimeter verlängerten Radstand und der Verbundlenkerachse im Heck profitiert. Den stärkeren Modellen mit mehr als 110 kW/150 PS spendiert Seat eine Vierlenker-Konstruktion. Das sportlich komfortabel abgestimmte Fahrwerk gleicht die meisten Unebenheiten aus und ist dabei zugleich sportlich ambitioniert unterwegs. Damit lassen sich auch kurvige Bergstraßen durchaus dynamisch bewältigen. Zusätzlich word der Fahrer von zahlreichen Assistenzsystemen unterstützt, wie zum Beispiel der Müdigkeitserkennung oder dem Spurhalteassistent.

Kürzer und doch geräumig

Der Seat Leon hat auch deutlich an Gewicht verloren: 90 Kilogramm musste er abspecken und somit gehört die Basisversion mit ihren 1.113 Kilogramm zu den Leichtgewichten im Segment. Akkustisch macht sich dieser Gewichtsverlust für die Insassen jedoch nicht bemerkbar. Ganz im Gegenteil, selbst auf schlechten Strassen zeigt sich die Karosserie weitgehend frei von Störfrequenzen und Verwindungen und es kommt nicht zu Klappergeräuschen.

Außerdem ist das neue Modell im Gegensatz zu vielen anderen Mitbewerbern kürzer geworden, das jedoch ohne, dass der Innenraum darunter leidet. Auch hier ist das Gegenteil der Fall: trotz der eingesparten sechs Zentimeter Außenlänge, wuchs der Kofferaum, der jedoch nur über eine hohe Lederkante erreichbar ist, um 39 Liter und auch die Abmessungen im Interieur legten zu. Ein Raumwunder ist der Leon allerdings noch immer nicht, doch eine beengte Atmosphäre wird durch kompakte Abmessungen im Innenraum verhindert und er bietet so im Ganzen immernoch genügend Freiraum.

Seit dem 24. November steht der kompakte Leon bei den Händlern und das vorerst mit sieben Diesel- und sechs TSI-Motoren. Die Qual der Wahl hat man nun zwischen dem ab 15.390 Euro erhältlichen Basismodell und den drei Ausstattungsversionen: Reference (einschließlich Klimaanlage ab 17.150 Euro), Style (mit Tempomat und Mediasystem Touch Colour ab 19.590 Euro) und die dynamisch ausgerichtete Variante FR (mit sportlich abgestimmtem Fahrwerk ab 21.870 Euro). Im kommenden Jahr gehen weitere Motorisierungen, unter anderem eine Ecomotive-Version mit einem CO2-Ausstoß von 89 Gramm und eine Erdgasvariante an den Start. Schließlich wird das Ganze dann mit einer dreitürigen Version und einem Kombi abgerundet, die ebenfalls in den Startlöchern stehen.

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