Genf 2013: Infiniti
Q50 auf Eroberungszug

5. Februar 2013 | kommentieren

Nissans Nobeltochter Infiniti will mit einem neuen Fahrzeug die Mittelklasse bereichern. Technisch trägt der Q50 Früchte der Kooperation mit Daimler. Infiniti will mit der Limousine den europäischen Premium-Markt für sportliche Limousinen angehen. Der ab Herbst erhältliche Q50 ist der Nachfolger des G-Modells und feiert seine Europapremiere auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März).

Elektronische Signale

Optisch unterscheidet sich das 4,78 Meter lange Modell vom Vorgänger unter anderem durch die wuchtige Front mit den markanten Doppelbogen, den weich gezeichneten Konturen der Seite und der sichelförmigen C-Säule. Der Innenraum wurde durch das Vorverlegen der B-Säule um 2,5 Zentimeter vor allem im Fond größer. Das Kofferraumvolumen liegt zwischen 400 Litern beim Hybrid und 500 Litern beim 3,7-Liter-Benziner im Bereich des Wettbewerbs. Preise nannte der Hersteller noch nicht, das bisherige Einstiegsmodell G37 kostet in Deutschland 43.050 Euro, das Allradmodell G37x kommt auf 49.900 Euro.

Neben dem geänderten Design, einer luxuriöser Ausstattung mit viel Leder, Holz und Glas sowie einem neuen digitalen Bediensystem wird erstmals bei einem Fahrzeug eine elektronische Lenkung eingesetzt. Bei der „Direct Adaptive Steering“ genannten Technologie überträgt das Lenkrad den Fahrerwunsch nicht mehr mechanisch über eine Säule auf die Spurstange und dann auf die Räder, sondern es sendet elektronische Signale, die dann von einem Elektromotor an der Achse umgesetzt werden. Zudem macht es die Einführung diverser neuartiger Assistenten möglich.

Q50 bietet „InTouch“

So kann das System in Verbindung mit einer Kamera für eine verbesserte Spurstabilität sorgen und etwa unebenen Untergrund oder Seitenwind ausgleichen. Auch bei Müdigkeit des Fahrers springt die Technik ein und hält den Wagen automatisch auf der Straße. Zur Sicherheit bei einem Elektronik-Ausfall sind noch zwei redundante Systeme an Bord, die ein Lenken immer ermöglichen. Ebenfalls neu ist ein aktiver Spurassistent, der mit Hilfe einer Kamera den vorausliegenden Weg scannt und den Geradeauslauf sowie die Federung auf Unebenheit vorbereitet, so dass diese ausgeglichen werden. Das soll mehr Ruhe und Komfort ins Auto bringen.

Ebenfalls neu ist das Kommunikations- und Bediensystem „InTouch“ mit zwei großen Touchscreen-Monitoren, eins für das Bordsystem und eines für Unterhaltung- und Smartphone Applikationen.Unter der Haube arbeitet in der US-Version ein leistungsgesteigerter 3,7-Liter-V6 mit 245 kW/333 PS oder ein Hybrid mit 3,5-Liter-V6 und 225 kW/306 PS in Kombination mit einem 50 kW/68 PS starken Elektroantrieb. Für Deutschland ist ein sparsamer Vierzylinder-Motor geplant. Standardmäßig wird die Limousine über die Hinterachse angetrieben, alternativ gibt es für die Benziner Allradantrieb. SP-X/fh

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