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Ratgeber: Mieten ohne Risiko-
Urlaubsauto im Ausland

6. Juni 2013 | Ein Kommentar

Aufgepasst beim Mieten von Autos im Ausland. Es drohen zahlreiche Fallen, die am Ende großen Ärger und vor allem hohe Kosten verursachen können. Clevere Urlauber suchen ihren Mietwagenanbieter daher gezielt aus und buchen schon vor Antritt der Reise von Deutschland aus.

Das Urlaubsverhalten deutscher Touristen ändert sich. Rundreisen, Ausflüge und Touren erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit. Zunehmend mehr Urlauber wollen lieber Land und Leute kennenlernen und Abwechslung erleben, statt ihren gesamten Urlaub am Strand oder in der Hotelanlage zu verbringen.

Allerdings ist oft die dazu erforderliche Mobilität nicht gegeben, denn immer häufiger erfolgt die Anreise nicht mit dem eigenen Pkw, sondern mit dem Flugzeug. Dadurch ist die Flexibilität vor Ort oft sehr eingeschränkt. Um dies zu ändern, entscheiden sich zunehmend mehr Urlauber vor Ort ein Auto zu mieten. Dies gestaltet sich relativ leicht, denn die Anbieter haben auf die gestiegene Nachfrage längst reagiert.

Leider kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten mit den Mietwägen oder der Autovermietung an sich, die großen Ärger und nicht selten auch unerwartete Kosten hervorrufen. Schon so mancher Urlauber hat es bereut, sich für einen bestimmten Autovermieter entschieden zu haben.

Auf den richtigen Versicherungsschutz setzen

Gerade beim Versicherungsschutz lassen die Angebote etlicher ausländischer Anbieter zu wünschen übrig. Grund dafür sind andere gesetzliche Bestimmungen: Oft ist der Haftpflichtschutz zwar verbindlich, doch die Absicherung ist trotzdem nicht immer ausreichend bemessen. Zumal es ohnehin nicht ratsam ist, nur mit einem Haftpflichtschutz zu fahren. Sollte der Mietwagen beschädigt werden und kein Vollkaskoschutz bestehen, wird es unter Umständen richtig teuer.

Angesichts dieser Situation ist es empfehlenswert, beim Haftpflichtschutz darauf zu achten, dass sich dieser auf eine Versicherungssumme von mindestens einer Million Euro beläuft. Zudem sollte der Vollkaskoschutz nicht fehlen. Wenn man einen Tarif mit Selbstbeteiligung wählt, halten sich die Kosten dafür im Normalfall auch in Grenzen.

Im Übrigen ist es eine Überlegung wert, eine so genannte Mallorca Police abzuschließen. Bei dieser handelt es sich um eine Zusatzversicherung für Mietfahrzeuge, die bei den meisten Anbietern für die gesamte EU gilt. Für den niedrigen Beitrag den man für den zusätzlichen Schutz entrichten muss, wird einem viel geboten.
Die Bezeichnung Mallorca Police rührt von der Tatsache, dass sich deutsche Urlauber in Mallorca gerne einen Mietwagen nehmen, die Versicherung ist nicht auf Mallorca oder Spanien beschränkt.

Mietwagen von Deutschland aus buchen

Sprachliche Schwierigkeiten dürfen ebenfalls nicht unterschätzt werden. Sollte es beispielsweise zu einem Rechtsstreit kommen, so kann dies zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Insbesondere dann, wenn Mietwagen-Verträge nicht in der Muttersprache verfasst wurden. In diesem Fall kann es erforderlich sein, dass sämtliche Dokumente einschließlich Korrespondenz übersetzt werden müssen. Zudem wir ein teurer Fachanwalt aus dem Ausland benötigt.

In Bezug auf dieses Risiko ist es sinnvoll, den Mietwagen im Vorfeld von Deutschland aus zu buchen. Die Online-Buchung stellt ausschließlich deutsch lautende Verträge aus, was letztendlich einen deutlichen Vorteil für den Kunden bedeutet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit verschiedene Anbieter schon im Voraus zu vergleichen und hinreichend recherchiert einen preiswerten Mietwagen-Anbieter auszuwählen. Einen Preisvergleich für Mietwagen bietet Cardelmar.de und gibt Aufschluss über die bestehenden Mietwagen-Anbieter am Zielort.

Fahrzeug umgehend inspizieren

Bei der Annahme des Mietfahrzeuges ist eine Inspektion von großer Bedeutung. In vielen Fällen kommt es wiederholt vor, dass Mietfahrzeuge bereits während der Übergabe über Mängel verfügen, welche nicht dokumentiert wurden. Im Nachhinein kann die Autovermietung zusätzliche Gebühren für Schäden einfordern, die im Vorfeld versursacht wurden. Vor dieser Gefahr können sich Mietwagenkunden schützen, indem sie ihre Fahrzeuge direkt bei der Abholung einer genauen Prüfung unterziehen. Mängel sollten sofort notiert und von einem Mitarbeiter der Autovermietung schriftlich bestätigt werden. Das Anfertigen von Beweisfotos ist eine Maßnahme, die ergänzend ergriffen werden kann.

Außerdem sollte geprüft werden, ob die Reifen noch über ausreichend Profil verfügen und ob sich Verbandskasten sowie Warndreieck an Bord befinden. Sollten diese fehlen, haftet meist nicht die Autovermietung, sondern der Mietkunde. Deshalb sollte auch hier eine gezielte Absicherung erfolgen.

Typische Kostenfallen bei Mietfahrzeugen

Das Spektrum an Stolpersteinen, die zu unerwarteten Mehrkosten führen, ist ungemein groß. Ein typisches Problem ist auch die Abrechnung der abschließenden Betankung. Einige Anbieter berechnen Tankpauschalen, die vollkommen überzogen sind. Dementsprechend sollte im Vorfeld geprüft werden, welche Regelungen bei den einzelnen Anbietern und Mietwagenangeboten gelten.

Auch bei der Nutzung gilt es genau hinzusehen. Es gibt zum Beispiel Autovermieter, die satte Aufschläge berechnen, wenn ein Fahrzeug von mehr als einer Person gefahren wird – jeder weitere Fahrer kostet extra. Außerdem drohen bei einigen Anbietern Aufschläge, wenn ein Fahrer noch keine 25 Jahre alt ist.

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  • Thorsten Lehmann schrieb:

    Hallo aus München, der Artikel ist grundsätzlich gut geschrieben, allerdings finden sich hier Details, die hier gerne kommentiere. Eine Haftpflichtdeckung von 1 Mio. Euro, wie von Ihnen beschrieben, mag OK sein. So aber nicht für jedes Land. Mindestens 2 Mio. sollten es sein – für die USA reicht auch das nicht aus. Manche Anbieter wie z.B. wir (Sunny Cars) oder sogar TUI Cars bieten standardmäßig mindestens 7,5 Mio.

    Zum Thema Vollkaskoschutz: Kein Kunde sollte einen Anbieter wählen, der eine Vollkasko mit Selbstbeteiligung anbietet. Im Falle eines Falles, und da reichen schon ein paar Kratzer, fallen in manchen Ländern bis zu 1.500 Euro an Selbstbeteiligung an. Lieber bei der Mietwagenbuchung etwas mehr Geld in die Hand nehmen und sorgenfrei im Urlaub fahren. D.h. nur Anbieter oder Angebote wählen, die generell ohne Selbstbeteiligung anbieten.

    Grundsätzlich falsch!!! ist der Hinweis, dass eine Buchung in Deutschland im Falle eines Falles deutsches Recht voraussetzt. Die Vermittler, wie Sunny Cars, TUI Cars, Cardelmar, holiday autos usw. bieten Fahrzeuge von Autovermietungen an. D.h. in Deutschland wird lediglich ein Vermittlungsvertrag (Geschäftsbesorgungsvertrag) geschlossen. Der Mietvertrag kommt immer vor Ort zwischen dem Kunden und dem Vermieter zustande. Hier gilt das Recht des jeweiligen Landes. Gute Vermittler kümmern sich allerdings um jeden Kunden, der Probleme mit der Autovermietung oder sonstige Probleme hatte.

    Und bei der richtigen Vermittler-Wahl benötigt man keinesfalls eine Mallorca Police. Dieses Gerücht hält sich seit vielen Jahren.

    Also, Augen auf bei der Wahl des Anbieters und blos nicht sparen. Das macht keinen Sinn.

    Ach ja, bei der Tankregelung einfach darauf achten, dass eine sog. Full-Full Option abgeschlossen wird. Bei Full-Empty zahlt man eigentlich in 80% der Fälle drauf. Denn ein bisschen Benzin, das bleibt immer im Tank. Hierzu gibt es keinerlei Rückerstattungen von den Vermietern. Und bei vielen Anbietern sind die Zusatzfahrer schon inklusive. Einen guten Überblick bietet übrigens auch Check24 oder billiger-mietwagen.

    Beste Grüße, T. Lehmann.

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