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Gebrauchtfahrzeuge:
Vor dem Kauf genau prüfen!

6. Juni 2013 | Ein Kommentar

Beim Kauf gebrauchter Fahrzeuge sollte stets genau hingesehen werden, um verschwiegene Mängel rechtzeitig zu erkennen. Wer kein Experte für Kfz-Technik ist, lässt das Fahrzeug am besten bei einer Prüfstelle oder alternativ einer Kfz-Werkstatt unter die Lupe nehmen. Die hiermit verbundenen Kosten sind letztlich gut investiert.

Die Mehrheit der Autokäufer entscheidet sich für ein Gebrauchtfahrzeug. Dies ist keine große Überraschung, schließlich versprechen Gebrauchtfahrzeuge gegenüber Neufahrzeugen einen deutlichen Preisvorteil. Zudem müssen gebrauchte Pkws aufgrund ihres Alters nicht unbedingt schlechter sein. Der einzige Nachteil besteht letztlich darin, am Markt das passende Fahrzeug finden zu müssen, während beim Erwerb eines Neuwagens die Möglichkeit gegeben ist, diesen individuell zu konfigurieren.

Bei der Auswahl von Gebrauchtfahrzeugen gilt es ohnehin vorsichtig zu sein. Es fängt bereits bei den Preisunterschieden an, die je nach Verkäufer und Region deutlich schwanken können. Genau deshalb erfreut sich die Autosuche im Web einer solch großen Beliebtheit. Sie gestattet es, den Gebrauchtwagenmarkt sehr gezielt zu durchleuchten und zugleich schnell ein Gefühl für die üblichen Preise bestimmter Automodelle zu entwickeln.

Sobald ein Fahrzeug gefunden wurde, das in die nähere Auswahl kommt, ist es an der Zeit, es zu besichtigen und eine Probefahrt zu machen. Hierbei gilt es herauszufinden, ob der Käufer letztlich das zu bieten hat, was im Inserat angegeben wurde. Sollte sich später herausstellen, dass es Abweichungen gibt, weil beispielsweise die Ausstattung abweicht, drohen große Schwierigen. Besser ist es, solche Abweichungen rechtzeitig zu erkennen, um dann einen Preisnachlass auszuhandeln oder gegebenenfalls auf den Erwerb des Fahrzeugs zu verzichten. Auf diese Weise lässt sich viel Ärger vermeiden.

Größtes Risiko: Verschwiegener Unfall

Noch größere Probleme drohen, wenn sich ein Auto im Nachhinein als Unfallfahrzeug entpuppt, obwohl es vom Verkäufer als unfallfrei deklariert wurde. Aufgrund des Unfallschadens können Sicherheit und Leistung des Fahrzeugs beeinträchtigt sein, zudem drohen womöglich hohe Kosten durch die Behebung des Schadens. Zwar wäre es in solch einem Fall möglich, gegen den Verkäufer rechtlich vorzugehen. Dennoch ist es besser, Unfallfahrzeuge als solche schon vorher zu erkennen. Die nachfolgenden Tipps helfen dabei, Unfallfahrzeuge zu erkennen.

Nicht deklarierte Unfallschäden per Sichtung erkennen

Auch Personen, die keine Kfz-Experten sind, befinden sich durchaus in der Lage, nicht deklarierte Unfallschäden zu erkennen. Schon allein durch die bloße Sichtung ist dies möglich. Anhaltspunkte kann die Lackierung liefern, da Unfallfahrzeuge im Regelfall nachlackiert werden müssen. Nachlackierte Stellen sind in erster Linie daran zu erkennen, dass der Farbton geringfügig abweicht oder der Glanz ein anderer ist.

Ergänzend empfiehlt sich das Prüfen der Spaltmaße. Bei Unfällen verzieht sich zumeist die Karosserie, sodass die Spaltmaße nicht mehr übereinstimmen. Zu Überprüfung wird gemessen, wie es um die Spaltmaße auf den jeweiligen Seiten des Fahrzeugs bestellt ist. Wenn zum Beispiel der linke Spalt der Motorhaube mehrere Millimeter breiter oder schmaler als der rechte Spalt ist, gilt ein Unfall als wahrscheinlich.

Außerdem gilt es Karosserieteile kritisch zu betrachten, die nicht als original gelten. Zwar kann es sich dabei auch um Tuningteile handeln, aber womöglich hat der Eigentümer einfach nur versucht, beschädigte Stoßstangen, Spiegel, den Kühlergrill etc. durch günstige Ersatzteile austauschen.

Weitere Maßnahmen zur Erkennung von Unfallfahrzeugen

Es gibt weitere Anzeichen, die auf Verkehrsunfälle hindeuten. Hierzu zählt auch ein verzogenes Fahrwerk, welches sich oft durch unterschiedliche Achsabstände zu erkennen gibt. Es kann versucht werden, mit dem Maßband zu arbeiten und kurzerhand die Abstände zwischen den Radnaben zu ermitteln. Wer es jedoch genau wissen möchte, muss das Fahrzeug in einer Kfz-Werkstatt prüfen bzw. dort eine Achsvermessung durchführen lassen.

Der Kfz-Check in einer Werkstatt ist ohnehin mit einer höheren Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit verbunden. Kompetente Kfz-Meister erkennen schnell, ob das Fahrzeug in einem Unfall verwickelt war. Aus diesem Grund kann Gebrauchtwagenkäufern empfohlen werden, die Probefahrt in eine Kfz-Werkstatt zu verlegen und das Fahrzeug dort von einem Experten sichten zu lassen. Unzählige Kfz-Werkstätten bieten diese Leistungen an und stellen somit eine große Hilfe für den Kauf dar. Der potentielle Gebrauchtwagenkäufer sollte daher eine Werkstatt in der Nähe ermitteln, bevor die Probefahrt durchgeführt wird. Mittels Suche nach einer Kfz-Werkstatt, wie auf AutoScout24.de, kann gezielt nach einer Kfz-Werkstatt am Verkaufsort gesucht werden. Ein telefonischer Termin sollte in jedem Falle vereinbart werden, um das Risiko zu vermeiden, dass die Werkstatt zeitlich nicht zur Verfügung steht.

Eine kostspielige Alternativlösung besteht darin, eine Prüfstelle wie TÜV oder Dekra aufzusuchen. Diese Prüfstellen erstellen Gutachten für Gebrauchtfahrzeuge, die zum Verkauf stehen. Abhängig vom Anbieter wird eine Checkliste mit mehr als 120 Punkten abgearbeitet, um das Fahrzeug auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Kosten liegen – ganz ähnlich wie bei vielen Kfz-Werkstätten – bei gut 100 Euro, was in Anbetracht des gebotenen Nutzens jedoch vergleichsweise günstig ist. Der finanzielle Schaden, der aus dem unbewussten Erwerb eines Unfallfahrzeugs resultiert, würde um ein Vielfaches höher liegen.

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  • Sebastian schrieb:

    Beim dem Kauf eines Gebrauchtwagens würde ich auch immer an die KFZ Versicherung denken. Hier gibt es bei den unterschiedlichen Fahrzeugen schon große Unterschiede bei den KFZ Versicherungsgebühren. Vor dem Kauf würde ich daher schonmal einen KFZ Versicherungsvergleich machen, damit man weiss welche Kosten noch auf einen zukommen.

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