Pressepräsentation Volvo Drive-E:
Keine Frage von Zylindern

19. September 2013 | kommentieren

Volvo hat bereits auf der IAA vor einigen Tagen seine Drive-E Motoren vorgestellt. Die drei selbstentwickelten Vierzylinder-Triebwerke mit zwei Litern Hubraum sind zwei Benziner und ein Diesel für die frisch überarbeitete 60er-Familie, zwei von ihnen sind auch in den Modellen V70, XC70 und S80 erhältlich. Die Preise für den Volvo S60 D4 starten bei 33 750 Euro. Bestellbar sind die neuen Triebwerke ab Oktober, erhältlich ab Anfang nächsten Jahres.

Volvo ist sich sicher, mit den neuen Triebwerken zu zeigen, dass „Performance keine Frage von Zylindern ist“. Die drei Triebwerke gibt es zunächst für die 60er-Modelle. Der 225 kW / 306 PS starke Spitzenmotor T6 verfügt über ein maximales Drehmoment von 400 Nm. In Kombination mit der neuen Acht-Gang-Automatik beschränkt sich der Kraftstoffverbrauch der Limousine S60 auf 6,4 Liter je 100 Kilometer (149 g CO2/km) und der des Kombis V60 auf 6,7 Liter (157 g CO2/km). Der Crossover XC60 gibt sich mit 7,3 Litern je 100 Kilometer (169 g CO2/km) zufrieden.

Neue Triebwerke

Der turbogeladene T5 schöpft 180 kW / 245 PS aus zwei Litern Hubraum, das maximale Drehmoment beträgt 350 Nm. Kombiniert mit der Automatik verbraucht der S60 mit dieser Motorisierung 5,9 Liter je 100 Kilometer (137 g CO2/km). Das sind 27 Prozent weniger als beim Vorgänger. Der V60 benötigt 6,1 Liter je 100 Kilometer (142 g CO2/km), der XC60 6,7 Liter (157 g CO2/km).

Der neue Common Rail-Turbodiesel D4 entwickelt 133 kW / 181 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm. Die Vierzylinder-Selbstzünder verfügen über das neuartige Einspritzkontrollsystem i-Art, das anstelle eines einzigen Drucksensors in der Kraftstoffleitung Sensoren an jedem Einspritzventil nutzt. Die Ventile verfügen über einen Chip, der den Einspritzdruck permanent beobachtet und dann dafür sorgt, dass die ideale Kraftstoffmenge eingespritzt wird.

Verbrauchsminderung um 12%

Der S60 D4 verbraucht in Verbindung mit dem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe nach EU-Norm 3,7 Liter je 100 Kilometer (CO2: 99 g/km). Bei elf Prozent mehr Leistung bedeutet dies eine Verbrauchsminderung um zwölf Prozent. Der Kraftstoffverbrauch des V60 und des XC60 beläuft sich auf 3,8 Liter je 100 Kilometer (102 g CO2/km) beziehungsweise 4,4 Liter je 100 Kilometer (116 g CO2/km). Mit der Acht-Gang-Automatik beträgt der Verbrauch im S60 4,1 Liter (108 g CO2/km), im V60 4,2 Liter (111 g CO2/km) und im XC60 4,6 Liter je 100 Kilometer (123 g CO2/km).

Den Kraftstoffverbrauch des 85 kW / 115 PS starken Vierzylinder-Dieselmotors D2 konnte im S60 mit Schaltung auf 3,9 Liter je 100 Kilometer (CO2: 103 g/km) gesenkt werden. Mit dem Powershift-Doppelkupplungsgetriebe belaufen sich die Werte auf 4,1 Liter je 100 Kilometer und 107 Gramm CO2 pro Kilometer. Der V60 D2 begnügt sich mit 4,1 Litern (108 g CO2/km), die Version mit Powershift benötigt 4,2 Liter je 100 Kilometer (110 g CO2/km).

Überarbeitete Frontpartie

Bei den neuen Modelle der 60er-Familie sind die bisher sichtbaren Düsen der Scheibenwaschanlage jetzt unauffällig unter der Motorhaube angeordnet. Die im glänzenden schwarz lackierte Radarabdeckung im Kühlergrill ist praktisch nicht mehr zu sehen. Zudem wurde die Chromumrandung des Kühlergrills entfernt, wodurch dieser breiter wirkt. Auch das Markenlogo in der Front ist gewachsen.

Beim S60 wird die überarbeitete Frontpartie von den neu gezeichneten Scheinwerfern bestimmt. Zudem wurden die horizontalen Linien stärker betont. Hinzukommen der breitere Kühlergrill, in den die waagerechten Tagfahrleuchten integriert sind. Am Heck lässt die LED-Lichtführung ihn markanter werden.

Wahl zwischen vier Fahrwerkstypen

Beim S60 hat der Kunde die Wahl zwischen vier Fahrwerkstypen: Komfort (Option), Dynamik (Serie), dem aktiven Volvo-Four-C-Fahrwerk und dem bislang der R-Design Version vorbehaltenen, tiefergelegten Sportfahrwerk, das jetzt optional für alle Ausstattungslinien zur Verfügung steht.

Auch beim V60 wurden die horizontalen Linien stärker betont und die gleichen Fahrwerksoptionen eingeführt. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umlegen. Darüber hinaus lässt sich die Lehne des Beifahrersitzes mit einem Handgriff umklappen, um lange Gegenstände problemlos zu verstauen. Praktisch für die Familie sind die integrierten, zweistufig höheneinstellbaren Kindersitze in den beiden äußeren Fondsitzen.

Zahlreiche Modifikationen im Innenraum

Der XC60 verfügt darüber hinaus über zahlreichen Modifikationen im Innenraum. Dazu zählen neue Holzeinlagen, ein neuer Dachhimmel, Textilverkleidungen für die B-Säulen und matte Metallrahmen für die Belüftungsdüsen. Die Corner Traction Control bei vermindert mit einer elektronischen Steuerung des Antriebsdrehmoments die Tendenz zum Untersteuern und ermöglicht noch harmonischere Kurvenfahrten. Dazu wird im Bedarfsfall das kurveninnere Antriebsrad abgebremst, während das kurvenäußere mehr Drehmoment erhält.

Ab Herbst 2013 sind für den S60 und den V60 darüber hinaus zwei neue Systeme verfügbar: der intelligente Einpark-Assistent und der Spurhalte-Assistent. Für die gesamte 60er Familie ist optional die zweite Generation des Blind Spot Information Systems (BLIS) zur Überwachung des toten Winkels verfügbar, das radarbasiert arbeitet. Ebenfalls neu ist der optionale Cross Traffic Alert. Das System warnt beim Rückwärtsfahren vor Querverkehr in einem Umkreis von bis zu 30 Metern sowie vor sich nähernden Fußgängern und Fahrradfahrern.

Elektromechanische Servolenkung optional

Im S60 und V60 kommt optional eine elektromechanische Servolenkung (EPAS) zum Einsatz. Bei dieser unterstützt ein kleiner Elektromotor den Fahrer beim Einlenken. Insgesamt kann er zwischen drei Stufen wählen. City Modus („Low“), Highway Modus („Medium“) und den Sport Modus („High“). Die elektrische Lenkkraftunterstützung ermöglicht die Integration von Sicherheits- und Fahrer-Assistenzsystemen, wie beispielsweise den Spurhalte-Assistenten und den Einpark-Assistenten.

Die neuen Aggregate stehen den Modellen der 60er-Familie gut. Bei ihnen zeigt sich wirklich, dass Performance keine Frage von Zylindern ist. Durch ihre neue, kleinere Bauweise stellen die Vierzylinderaggregate für Volvo auch die Weichen für die Zukunft, da sie auch die Möglichkeit zur Kopplung mit Elektromotoren bieten.

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