Porsche 911 Targa
Adieu Schiebedach!

13. Januar 2014 | kommentieren

Der Vorgänger des neuen Porsche 911 Targa hatte mit den Ursprüngen seines Beinamens nicht mehr wirklich viel zu tun. Im Grunde war es mehr ein 911er mit Panoramaschiebedach, das Porsche seinen Jüngern als Open Air Sportler verkaufen wollte. Das jetzt in Detroit vorgestellte Modell wird endlich wieder ein echter Targa.

Porsche setzt mit dem neuen 911 Targa wieder auf traditionelle Tugenden. Das zurzeit auf der Autoshow in Detroit präsentierte Cabrio orientiert sich optisch und funktional wieder am Ur-Modell von 1965. Die Stuttgarter haben dem Neuen einen auffälligen, metallisch glänzenden Überrollbügel verpasst. Damit keine Missverständnisse aufkommen, wurde in den schmucken Blechhenkel die Bezeichnung Targa gut sichtbar eingefräst. Hinter dem Bügel kommt erstmal nur Glas, wie es sich für einen ordentlichen Targa geziemt.

© Porsche
Der Innenraum ist Porsche-like hochwertig


Mittlerweile muss der Targa-Fahrer nicht mehr, wie in den 60er-Jahren beim Öffnen des Cabrios selbst Hand anlegen, ein Elektromotor nimmt ihm die Arbeit ab und fährt das Dach automatisch hinter die Fondsitze zurück. Erfreulicherweise bleiben dabei nicht, wie noch beim Vorgänger die Dachholme stehen. Porsche hält, was es mit dem Targa verspricht – Cabrio Feeling.

Die Basis des Targa bilden die Allradmodelle Carrera 4 und Carrera 4 S, von denen der Open-Air-Ableger neben der Antriebstechnik auch das breite Heck mit dem durchgehenden Leuchtenband übernimmt. Auch die Motoren sind die gleichen: In der schwächeren Version Targa 4 arbeitet ein 3,4-Liter-Boxermotor mit 257 kW/350 PS, im Targa 4 S ein 3,8-Liter-Boxer mit 294 kW/400 PS. Zur Kraftübertragung kann zwischen einem manuellen Siebenganggetriebe und einem Doppelkupplungsgetriebe mit gleicher Schaltstufenzahl gewählt werden. Letztere senkt den Verbrauch des Einstiegsmodells von 9,5 auf 8,7 Liter. Die stärkere Variante benötigt 10 beziehungsweise 9,2 Liter.


Wer mindestens 109.338 Euro für den Targa 4 auf dem Konto hat, kann sich auf Anfang Mai freuen, dann startet nämlich der Verkauf. Der Targa 4 S kostet mindestens 124.094 Euro. Damit sind die beiden neuen Varianten knapp 1.000 Euro günstiger als die entsprechenden Allrad-Ausführungen des 911 Cabrios. Ein Tipp für Schnäppchenjäger: den komplett offenen Elfer mit Heckantrieb gibt es schon ab 103.150 Euro.

Ursprünglich war der erste Targa nur eine Notlösung, da ein Voll-Cabrio auf dem wichtigen US-Markt aus Sicherheitsgründen keine Zulassung erhalten hätte. Neben dem verbesserten Überrollschutz hatte das Targa-Konzept aber auch Vorteile bei Gewicht und Fahrdynamik, da auf die bei normalen Cabrios notwendige, umfangreiche Verstärkung der Karosserie verzichtet werden konnte, ohne dass die Verwindungssteifigkeit litt. Trotz des hohen Aufpreises wurde das Modell ein Erfolg, Porsche ließ sich den Begriff „Targa“ schützen und bot entsprechende Modelle auch nach der Einführung des Voll-Cabrios 1983 weiter an.
Der Porsche 911 Targa – eine wundervolle Notlösung.

an-sg
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